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Posts Tagged ‘Zeit’

Wache Kinderaugen schauen auf eine Haut aus Sandpapier,
auf der Suche nach jemandem,
der sich in der Zeit verliert,
weil so etwas wie seine Biographie,
fast nicht mehr existiert.

Doch im nächsten Augenschlag,
vergehen vierzig Jahre und ein Tag,
als er noch unter Sternen lag,
und dort dieses Mädchen traf,
das ihren Namen nicht mehr sagt.

Es folgt ein unruhiger Schlaf,
nachdem er sich wieder und wieder fragt,
was war im letzten Jahr,
und auf einmal ist niemand mehr da,
der ihm Antwort geben kann.

Er beginnt sie zu suchen,
will in die Stadt,
weil er doch den Einkauf für Hilde hat,
aber junge Männer halten in  ab,
mitleidig, dass er wie ein unbeschriebenes Blatt,
selbst ihre Beerdigung vergessen hat.

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copyright liegt bei http://www.fansshare.com/gallery/photos/520237/clint-eastwood/

Wenn man die Augen zu macht,
und dann wieder auf,
ist es innen noch das gleiche,
sowie vor Jahren auch.

Nur deine Haut ist Lesezeichen,
einer gelebten Biographie,
vielleicht willst du der Zeit entweichen,
entkommen kannst du ihr nie.

Die Flammen sind erloschen,
doch es glimmt immernoch die Glut,
man hat doch alles zu seiner Zeit genossen,
und am Ende wart es gut.

Schau noch einmal den Schwalben nach,
wie an jedem Frühlingstag,
als es keinen Zweifel gab,
das alles kommt, wie es kommen muss,
genau wie dieser leise Abschied ganz zum Schluss.

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Du bewegst dich wie an  Bändern,
und  wirst mir dabei  so  fremd,
willst auch gar nichts ändern,
weil du es gar nicht mehr anders kennst.

Wir waren  einmal so unzertrennlich,
das deine Welt  die meine war,
und jeder Abschied ein Versprechen,
denn wir waren füreinander da.

Sag  wann hast du dich verloren,
in  so tiefer Einsamkeit,
das du nun nach ein  bisschen Oberflächlichkeit,
jeden als deinen besten Freund anpreist.

Vielleicht hat  im Leben alles seine Zeit,
aber ich möchte das du  weißt,
das  wahre Freundschaft der Liebe gleicht,
und mehr ist als ein geteilter Alltag und Aufmerksamkeit.

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Manchmal schau ich die Straße runter,
dort steht ein alter Mann,
und es ist immer wieder erstaunlich,
wieviele Falten so ein Gesicht innehaben kann.

Falten wie ein Sternenkarte,
eines findigen Seemanns Halt,
in einer stürmischen wandelbaren Zeit.

Wie sind sie da nur hingekommen,
war das Gesicht doch wie ein Buch,
weiß und weich die Wangenseiten,
in die sich Leben grub.

Schönes und Schreckliches zieht nicht einfach so vorbei,
sondern hinterlässt Spuren wie die Zeit,
als Bildhauer der Menschlichkeit.

Jeder gelebte Moment verziert dein Gesicht,
leugne ihn nicht und versuch durch Maskerade,
deiner Vergangenheit ausm Weg zu gehen,
so wie jeder auszusehen.

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Wochenende

Wir

 

Die

Früh aufstehen, Zähne machen, Kopf putzen, in die Schuhe. Schnell das Toast runtergeschlungen, in die Bahn, Kopfhörer rein und Ruhe.

 

Früh aufstehen, essen holen, auf die Stube, waschen gehen. Morgeninspektion mitmachen und dann graue Wände sehen.

Ich bin endlich angekommen, Bahn war völlig überfüllt. Heute sieht es traurig aus, mein Schreibtisch – in Arbeit eingehüllt.

 

Nachdem die Prozeduren wandern, sitz ich auf dem Bett und lese. Heute darf ich raus gehen, einmal schnell die Sonne sehen.

Es ist Mittagspause – schnell. Ich renne um die Ecke, schnell Fastfood kaufen und ich stehe in der Menschenkette.

 

Mittag gibt es wieder Suppe, dazu ein Stück Brot, ich setze mich hastig hin, schlinge in meiner Not.

Ich bin am Schreibtisch eingeschlafen, es ist doch schon viel zu spät. Ich schalte schnell das Licht aus und bin der Letzte der geht.

 

Ich drehe heute meine Runde, wachsam nehme ich sie auf – die Details ich erkunde und alles nimmt seinen Lauf.

Angekommen bin ich endlich, frei und friedlich vorm TV, jetzt noch schnell was essen und dann ab ins Bett zur Frau.

 

Morgen bekomme ich Besuch, die Frau kommt um mich zu sehen. Ich kann sie bis heute, nicht so richtig verstehen.

Ich arbeite heute durch, das steht auf ihrem Zettel, ich quäle mich aus dem Bett und lese und ich bettel’, denn die Zeit sie rennt mir weg.

 

Sie war heute da, ich fand es seltsam, sie zu sehen tut mir gut. Doch habe ich sie laufen sehen, die Tränen unter ihrem Hut.

Bald ist Wochenende, dann bin ich wieder frei, bis dahin werd’ ich arbeiten, Muße einerlei. Ich darf nicht ruhen, muss was schaffen, darf mich nicht hängen lassen. Blick nach vorn, nicht zurück, irgendwann winkt mir das Glück. Ich bin frei und werde es bleiben.

 

Nun ist der Tag gelaufen, in Gedanken weit gereist. Der Sport tut mir sehr gut, denn in einem gesunden Körper, wohnt ein gesunder Geist. Morgen dreht der Bibliothekar seine nächste Rund, und ich bin hier gefangen und fühl mich kerngesund.

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Die Uhr stiehlt Zeit,
Du machst die Augen auf und schreißt,
denn dein Spiegelbild ist Greis,
Die einst so silberblauen Augen,
laufen an und sind ganz matt,
man merkt das der dahinter sich schon längst aufgegeben hat.

Mit jedem ticken der Uhr,
zuckt ein kleiner Muskel nur,
und irgendwann sind beide stumm.

Eine steht und etwas endet,
Einer wird von Licht geblendet,
Sieht man dann Möbel an der Straße stehen,
war es für einen Zeit zu gehen.

Liebe Zeit, du meisterhafte Diebin,
erzähl mir, was ist von mir geblieben?
Ich dreh mich um und sehe Beine ,
die nicht tragen,
Blicke , die nichts sagen ,
nur warten,
warten auf das was niemand weiß
und jeder kennt.

Weil jeder hier am letzten Strohhalm hängt,
fürchtet jeder den Moment ,
und will dann nicht einsam sein,
doch geht man Ende immer ganz allein.

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