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Posts Tagged ‘Welt’

Wir steuern immer auf irgendwas hin,
weil wir nicht sagen können,
das wir glücklich sind,
immer höher, immer schneller, immer weiter,
immer versuchen das Perfekte zu steigern.

Neue Grenzen stecken,
unsere Seele verwetten,
die Welt verändern,
und sie dann wieder retten.

Doch irgendwann fordert alles seinen Tribut,
es geht für eine Weile,
aber nie für ewig gut.

Du sollst für die Welt alles geben,
immer streben,
nie aufhören zu leben,
doch das bleibt immernoch ein Traum.

Je stärker wir versuchen perfekt zu sein,
desto mehr verschleißen wir bei dem Versuch,
reißen Seiten aus unserem Buch,
machen unsere besten Jahre zu nichte,
für ein kleines bisschen Sorglosigkeit,
ohne Gewissheit was am nächsten Morgen davon bleibt.

Dieses Gedicht ist mir spontan eingefallen als ich „Funktionieren“ von Fargurd gelesen habe. Liebe Grüße Tandi

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Wir spielen Killerspiele, leben ungesund.
Die Klamotten alt, die Haare bunt.
Trinken wie die Wilden, schmeißen Steine.
Bildung für alle und nicht nur für Reiche.

Wir nehmen alle Drogen, jeden Tag aufs neue.
Wenn wir erwachen, sind Killer unsre Freunde.
Alles Waffennarren, mit seltsamen Geschäckern.
Wenn wir ordentlich essen, geht das nur mit Kleckern.

Wir wollen nicht zur Schule, scheißen auf den Job.
Wir wollen Freiheit, Friede und das im Galopp.
Wir respektieren andere und feiern gerne Parties,
Wir wollen mehr erleben als Arbeitgeber Vatis.

Wir wollen keinen dicken Benz, Gold bis zu den Felgen.
Wir stranden seicht am Meer, wo wir in Träumen schwelgen.
Wir sind Heißsporne, mit Blick für die Totale,
Wir wollen keine Macht und diese ist für alle.

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Heute gibt es nichts Gutes zu berichten, heute lässt sich leider nichts Gutes dichten. Es gibt Geschichten über Liebe, Natur und bunte Leben – doch dieses wollen sie uns nicht geben.

Geld kostets alle zu ernähren, Geld kostet unser Wohlstand.
Geld, das wir ihnen verwehren, Geld bleibt in unsrer Hand.
”Illegale” heißen sie, übers Meer ins Paradies.
Europa will euch nicht, wir sind nicht gütig, wir sind fies.

Nutzen eure zermürbten Hände, für die Kinder keine Ruh.
Wir aalen uns in Reichtum, und der Grund dafür bist du.

Ja – du Ausländer, das ist dein Problem.
Wir wollen dein Elend hier nicht sehn.

Essen was die Mühlen mahlen, konsumieren wie die Wilden.
Machen uns das Leben bunt und reisen in die Welt.
Doch setzen wir uns Masken auf, wir geben heut die Milden.
Haben ein paar Kröten über – retten wir euch, sind wir der Held.

Armut kennen wir nicht, denn alle sind sie Freunde.
Wir sind stolz auf unsre schöne Gemeinde.
Alle Menschen der ganzen EU, sehen euch armen
Würsten zu – wie ihr vor der Mauer hungert.

Verallgemeinern wollen wir nicht, das ist unsre Bürgerpflicht.
Doch alle die nicht den Reichtum mehren, die von unsren Werten zehren, sollen sie sich dort und nicht hier vermehren.

Alle reden von einer Welt – wir nicht. Wir sind die Welt.

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Danke EU, danke für mehr Zäune in Griechenland, mehr Polizei, mehr Kameras, mehr Steuern, mehr gebrochene Versprechen, mehr nicht beachtete Bürgerrechte in allen Ländern, danke für salonfähigen Ausländerhass, danke für etliche Subventionen, danke für keine Alternativen, weil alles alternativlos ist. Danke für Geheimverträge der Demokratie, danke für mehr Bundeswehrbeteiligung, danke für eure Wortgewalt, danke für die katholischen Missbrauchsfälle, danke für Ausländerpauschalisierungen, danke für Zensur, danke für 2010. Danke, dass ihr uns regiert. 2011, los gehts.

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