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Posts Tagged ‘Verantwortung’

Es trug sich auf, dass zwei Väter sich trafen. Schon lange sind sie gute Freunde und heute war ihr Tag in der Woche, an dem sie ein Bier trinken gingen – wie jede Woche. Der eine war etwas kleiner als der andere. Der große sah heute sehr traurig aus und berichtete seinem Freund, er habe Post bekommen. Jetzt muss er bezahlen, eine Unterlassungserklärung müsse er unterzeichnen. Die kam vom Gericht, die muss er jetzt unterschreiben. Der kleine fragte, wieso  und was er sich zuschulden kommen lassen hat. Der große schüttelte nur mit dem Kopf und blickte traurig drein. Seine Tochter, begann er, habe etwas im Internet getan, etwas böses und kriminelles. Jetzt müsse er dafür grade stehen. Der andere hörte angeregt zu und erklärte ihm, dass es doch fahrlässig sei, seine Tochter einfach so ins Internet gehen zu lassen, ohne mit ihr über die Folgen von illegalem Filesharing zu reden. Was er sich denn dabei gedacht habe. Da sei es jetzt nicht verwunderlich, dass er jetzt die Konsequenzen tragen müsse. Der große wurde noch trauriger.

Am nächsten Tag schlug der große Vater seine Tageszeitung auf. Er trank dazu Kaffee und aß ein Brötchen, mit Erdbeermarmelade und ein Apfel lag neben seinem Teller. Auf Seite 15 stockte er. Der Sohn seines Freundes hatte einen Unfall verursacht, wo ein Kind zu Schaden kam. Er hatte Alkohol getrunken und trotzdem noch gefahren.  Das Kind liege noch in der Klinik und schwebe in Lebensgefahr. Der Sohn würde sicherlich seinen Führerschein verlieren, dachte er. Das Auto hatte er sich vom Vater geliehen.

Als sich die beiden wieder trafen, waren beide traurig, als sie wieder auseinander gingen, stieg der kleine in sein Auto und fuhr davon. Eine Beule war nicht mehr zu sehen, er hatte alles schon repariert. Sein Sohn hatte seinen Führerschein verloren, er nicht.

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Wissen

Wenn mehr denken gleich mehr Leben heißt,
wie kommt es, dass die Seele immer mehr vereist,
je mehr man weiß?

Wir stehen an der Kante,
klammern uns an des Daseins morsche Planke.
Würden wir hinübergehen, sähen wir uns ganz klein
dort stehen im großen Erdenrund.

Der menschliche Geist ist wie ein Kind,
das alles was es sieht beim eigenen Namen nennt.
Wissen öffnet das Tor zu einer ganz anderen Welten,
doch stiehlt es auch so manches Wunder,
lässt dich ganz allein im Regen stehn.

Es ist die Pflicht derer die wissen, andere zu beschützen,
denn wenn Wissen Macht heißt, ist der Weg zur Verantwortung
nicht weit.

Drum sei dir bewusst, das mit jeder Seite die du schreibst,
jedem Wunder das du beweist,
ein Stück Verantwortung auf deine Schultern bleibt.
So musst du sie tragen
irgendwann kommt jemand und wird danach fragen,
dann bist du der Schöpfer deiner Welt,
denn du bist es der das Feld der Zukunft bestellt.

Ein kleines Gedicht das mir in Anlehnung an das Kant Zitat eingefallen ist

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