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Was wir haben ist jetzt,
und das kann uns keiner nehmen,
du fühlst dich gehetzt,
nur für die Zukunft am Leben.

Nutze den Tag,
er ist gewiss,
sehne nicht nach dem,
was vielleicht morgen ist.

Das was wir begehren,
liegt immer in weiter Ferne,
geh doch mal raus,
und zähl den Mond und die Sterne,
Wieviele Menschen schauen den Himmel an,
und haben nichts weiter als ihre Kleidung am Mann.

Lerne zu schätzen,
wir sind heute zusammen,
es zieht vorbei,
du träumst von morgen und dann,
dann bist du alt,klagst endlos lang,
weil du endlich erkennst,
was du hattest war nah,
doch so unnahbar,
Wieviele Stunden brauchte es,
bis dir das klar war.

Du kannst nichts tun,
außer dich zu erinnern,
und dir ein Bett aus starken Diehlen zu zimmern,
denn man hat nur ein Leben,
und das kannst du dir nur nehmen,
in dem du nur träumst und nicht anfängst zu leben,
drum genieße das jetzt ,
und sorg dich nicht um die Zukunft,
dann wirst du erkennen das am Ende doch alles gut wird.

Lange lange hats gedauert aber hier auch mal wieder ein Lebenszeichen von meiner Seite 🙂 aber der Engel der Muse ist halt eine Diva und läßt sich Zeit (und das kommt dabei raus wenn man fargurds texte ließt und der Stift anfängt zu scheiben 😉 in diesem Sinne euer Tandi

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Im Bett

Denn Männer die wissen was Liebe ist,
Sind selten geworden in einer Zeit,
In der man nur der Schönheit noch Beachtung zeigt. (Willy – Im Theater)

Noch lange lag sie im Bett und hielt ihre Augen geöffnet. Die Nacht war nun auch in ihr Zimmer gekrochen und breitete sich vor ihr aus. Still war alles. Still ihre Gedanken, still ihr Körper – nur das Herz wollte nicht ruhen. Es pochte an der selben Stelle, wie es das seit ihrer Geburt tat. Und doch sehnte sie sich an dunklen Tagen oder Nächten danach, dass sie einfach sterben könne.
Er war nicht zurückgekehrt. Kein Auto hatte erneut auf dem Hof geparkt, keine Autotür wurde zugeschlagen und keine Schritte waren auf dem nassen Aspahlt zu hören. Niemand rannte die hölzernen Treppenstufen hinauf und kein Mensch pochte wie besessen an ihre Wohnungstür. Keine Menschenseele stand vor ihr mit Tränen in den Augen und verregneten, zerzausten Haaren. Niemand küsste sie auf ihre roten Lippen und er war auch nicht hier um sie sanft in ihr Bett zu bringen.
Sie lag alleine, ihr war kalt – und heiß. Sie wollte leben und sterben zugleich, wollte auf das Dach steigen und nach ihm rufen, wollte unter die Erde um ihn nie wieder sehen zu müssen. Kein Weg war ihr zu weit um zu ihm zu gelangen, kein Weg war ihr zu weit um soviel Abstand wie möglich zwischen sich zu bringen.
Der Abend im Theater war schön gewesen. Das Stück hatte ihr gefallen, schon damals, als sie mit ihm in der Uni dieses Stück auf der eigenen Bühne vorstellten. Es war ihr Stück, nicht Shakespeare – nein, es gehörte nur ihnen. Doch nur sie hatte sich mehr ausgemalt? Er hatte nur den Text gelesen und auswending gelernt? Sollte er nur ein Kostüm übergestreift haben und sich wie ein Schauspieler in eine Rolle geflüchtet haben? Er war nicht hier. Sie setze sich auf ihre Bettkante und blickte aus dem Fenster. Die Sterne funkelten am Himmel und ein Windhauch bewegte die Gardinen und ihr Bettlaken hob sich wenige Zentimeter. Sie berührte mit den Füßen den Boden und wie auf Wolken glitt sie durch den Raum. Ihre Finger tasteten und fanden Halt am Fensterbrett. Sie blickte in die Nacht hinaus und die Wolken hoben sie an bis sie mit beiden Beinen auf dem hölzernen Rand der Wohnung stand. Die Umgebung schien nicht zu schlafen, alles bewegte sich. Lichter der Nacht funkeltem im nahe gelegenen Teich, Frösche und Vögel bevölkerten lautstark die Ufer und irgendwo war auch die Autobahn zu hören. Ihr Zeigefinger glitt langsam am Eisengeländer herunter, sie sah nach unten.

„Nun denn zänkische Liebe, liebevoller Hass, du alles aus dem Nichts zuerst erschaffen. Oh schwere Leichtigkeit, oh ernste Tendelei, entstelltes Chaos, scheinbar wohlgeformt…“

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Im Theater

Komm mit mir in meine Welt,
Der Künstler und der Träumer,
Komm mit mir mit nach Verona,
Zu Shakespeares Romeo & Julia.

Zwischen Musik, Tanz und altem Glanz,
Halt ich zitternd deine Hand,
Du merkst unsere Berührung kaum,
Zu gespannt folgst du den Worten,
Eine Träne rinnt über alabasterfarbene Samt,
Ich fang sie auf und will sie halten,
Doch plötzlich schenkst du mir einen Augenblick,
Merkst deine Hand in meiner Hand,
Rührst dich nicht, lächelst nur ,
Ein nicht ausgesprochener Schwur.

“Hab ich je geliebt ? ”
“Schwört ab ihr Augen, denn wahre Schönheit sah ich erst heut Nacht”

Höre ich den Sprecher sagen,
Ich vermag es nicht,
Zu lange ruht mein Augenpaar auf deinen seidenen Konturen,
Womit hab ich dich verdient?
Was bin ich für dich?
Wer kann ich für dich sein?
Wer bin ich ohne dich?

Viele Fragen verdunkeln mir die Stunden,
Ich schieb sie auf bis zum Morgen,
Den jetzt habe ich Glück gefunden.

In der Pause flüsterst du mir zu :
“Leid empfinde ich mit Rosalinde,
Verschmähte sie doch Romeo wie eine Blinde,
Natürlich hat er nur für Sie geschwärmt,
Doch vielleicht hätten sie einander lieben gelernt,
Vor jener schicksalsvollen Nacht,
In der zwei Kinder sich vermählen,
Und zum Sinnbild jeder Liebe werden.”

(ER)
Bei Rosalinde folgte Romeo nur einer Neigung,
Doch in Julia sah er ein Stück seiner selbst,
Das der Kummer ihm genommen,
Und fortan waren beide nur miteinander ganz vollkommen.

(Sie)
Gerne möchte ich deine Worte glauben,
Aber verliert man nicht derer viele beim ersten Treffen,
Um in Gewänder sich zu betten,
Die dem Andern lieblich scheinen .

So lauschten beide still dem Stück von höchstem Leid und höchstem Glück,
Dann bringt er Sie nach Haus zurück,

Kein Kuss nur tausendmal Gut Nacht,
So geh ich heim und schaue oft zurück,
Zu jenem hellen Lichterschein,
Der mein Herz sooft beglückt.
Sie schaut ihm noch lange nach,
Hoffend das auf weise Worte weise Taten folgen,
Dann liegt Sie noch lange wach,
Denkt über das Gesagte, über das Getane,
Das Geschönte und das Wahre ,
Aufdass er mehr Künstler als den Lügner ist,
Und aus der kleinen zarten Liebespflanze,
Ein großer starker Baum erwächst.

Denn Männer die wissen was Liebe ist,
Sind selten geworden in einer Zeit,
In der man nur der Schönheit noch Beachtung zeigt

Was als Gedicht anfing ist eine halbe Theaterszene geworden 😉 .Grundlage bildet wie unschwer zu erkennen ist Romeo und Julia, aus dem ich auch eine Zeile entnommen habe die mich irgendwie berührt hat. Ich hoffe es gefällt euch und freue mich auf Kritik und Anregungen von euch , denn wie heißt es so schön Nur aus Fehlern wird man klug

Also in diesem Sinne viel Spaß euer Tandi

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