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Posts Tagged ‘Ruhe’

Politik ist nicht mein Ding, alle Welt nur voller Wut.
Gutbürgerliches Schweigen – stimm ein in unsren Reigen.

Kein Zetern und kein Steinewerfen, kein Aufbegehren nirgendwo.
Nur an der Kasse werde ich manchmal ungehalten.

Kann es denn sein? Schon wieder teureres Benzin?
Und dann noch das Internet zensieren, wollen mitlesen – die Schweine.

Aber Politik interessiert mich ehrlich nicht.
Wirklich, darauf können sie sich verlassen.
Ich möchte nicht zu den gehören,
die etwas lieben und etwas hassen.

Lieber schön neutral – die Positionen tauschen.
Schön brav bleiben, durch den Alltag rauschen.
Einstimmen in den Kanon der guten, alten Mitte,
rein in den Kopf, raus aus dem Mund und bitte:

Unpolitisch bleiben, das ist mittlerweile schon politisch geworden.
Ich kann mich gar nicht mehr retten, dabei will ich doch nur Ruhe.
Nichtmal das – Fernsehen, Essen, Alkohol, Rauchen, Freizeit, Demonstrieren macht krank – maulen die einen.
Kapitalismus zerstört Gemeinschaften, Länder, Beziehungen, schürt Hass, Rassismen, Nationalismen – die anderen.

Da soll ich mich jetzt positionieren, soll ich mich entscheiden?
An keinem steht ein Preisschild dran, ich sollt wohl lieber schweigen.

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Midnightdub – Authist & Dub One! (zum anhören, anklicken)

Es surrt nur der Wind, es knacken Blätter und Äste,
Tau läuft schon die Gräser hinab.
Hier ruht nun alles oder es fallen die Feste.

Ruhig ist der See oder laut ist das Feuer,
der neue Tag beginnt.
Neuer Tag und neues Ungeheuer.

Wir wissen nicht was morgen wird,
und schlafen, wandern, fluchen.
Wir rasten niemals einfach,
bis wir nicht finden, was wir suchen.

Kälte kriecht die Füße hinauf,
die kleinen Härchen sträuben sich.
Es so kalt, doch auch so schön.
Hab keine Angst, doch fürchte dich.

Mitternacht und Geisterstunde wecken manche Fantasie,
doch auch mancher Weltenbummler,
verstummt und steht: vor lauter Poesie.

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Dieses feine, kleine Kraut, wächst hüben wie drüben.
Mensch findest zwischen Blumen, zwischen Kraut und Rüben.
Wir sammeln es und trocknen, wir werden es genießen,
solln Wolken und Sonne diesen Schatz pflegen als auch gießen.

cc-by-sa, Photo von einalem

Grüne, feine Blätter, gezackt wie Messers Schneide,
ich setz mich mit der Tasse, sitze hier und bleibe.
Ruhe mit Wärme an meinen beiden Händen,
lasse den Blick schweifen, vom Fenster zu den Wänden.

Setze die Tasse an, Duft strömt mir entgegen,
ich werde später noch einmal,
Pfefferminze ins Wasser legen.

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Kreislauf

 
1. Die Blätter, sie färben sich rot.
Die Landschaft sieht verschlafen aus.
Manchmal erinnert es mich an den Tod.
Doch dann mach ich die Augen auf.
2. Denn hinter dicken Regenschleiern,
wartet doch das Neue.
Möchte jeden Tag aufs Neue feiern.
keinen Tag, den ich bereue.
 
3. All die kleinen schönen Spiele,
der Natur zu jeder Stund.
Davon gibt es reichlich viele,
fröhlich, traurig, eckig, rund.
 
4. Tage werden kürzer, die Nächte lang,
die Sterne am hohen Himmelszelt.
In kalter Herbstnacht – wunderbarer Klang,
der mich hier am Leben hält.

Nach Monaten des Wachstums beginnt sie nun zu ruh’n,
wächst im nächsten Jahr aus den selben Kinderschuh’n.
Lernt laufen und singen und malt die Wiesen bunt,
Ich seh es jetzt: der Herbst hat seinen Grund.

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