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Posts Tagged ‘Politik’

Politik ist nicht mein Ding, alle Welt nur voller Wut.
Gutbürgerliches Schweigen – stimm ein in unsren Reigen.

Kein Zetern und kein Steinewerfen, kein Aufbegehren nirgendwo.
Nur an der Kasse werde ich manchmal ungehalten.

Kann es denn sein? Schon wieder teureres Benzin?
Und dann noch das Internet zensieren, wollen mitlesen – die Schweine.

Aber Politik interessiert mich ehrlich nicht.
Wirklich, darauf können sie sich verlassen.
Ich möchte nicht zu den gehören,
die etwas lieben und etwas hassen.

Lieber schön neutral – die Positionen tauschen.
Schön brav bleiben, durch den Alltag rauschen.
Einstimmen in den Kanon der guten, alten Mitte,
rein in den Kopf, raus aus dem Mund und bitte:

Unpolitisch bleiben, das ist mittlerweile schon politisch geworden.
Ich kann mich gar nicht mehr retten, dabei will ich doch nur Ruhe.
Nichtmal das – Fernsehen, Essen, Alkohol, Rauchen, Freizeit, Demonstrieren macht krank – maulen die einen.
Kapitalismus zerstört Gemeinschaften, Länder, Beziehungen, schürt Hass, Rassismen, Nationalismen – die anderen.

Da soll ich mich jetzt positionieren, soll ich mich entscheiden?
An keinem steht ein Preisschild dran, ich sollt wohl lieber schweigen.

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Es gibt keine Wahrheit.

Es gibt deine, es gibt meine, es gibt unsere und es gibt ihre.
Grenzen hier und dort.

Es gibt deren, es gibt deren falsche und unsere falsche.
Es gibt also keine richtige.

Irgendwie einigen wir uns. Worauf?
Oder worauf nicht?

Deine ist richtiger als meine, wenn du mir erzählen kannst,
wieso deine falsch ist.

Stillstand scheint nicht möglich, zurück?
In der Zeit jedenfalls nicht.

Es ist viel, vielleicht. Was bedeutet mein Wissen, wenn ich es nicht erzählen darf?
Sachzwänge.

Sachzwänge, so funktioniert auch das Alphabet,
oder Politik, oder Wirtschaft, oder Rassismus.

Oder Kapitalismus, Hass.
Woher kommt das, es gibt doch was gemeinsames?

Und trennendes, irgendwie. Ich glaube an etwas, woran kann ich nicht schreiben.
Ich kann es vielleicht nicht denken, doch können wir suchen und bleiben.

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Dieses Gedicht geht an alle da draußen, die sich nen Dreck um die Menschen scheren, die sie wählen und die es nicht kümmert, ob wir auf der Strecke bleiben. Die Idee stammt von den Ärzten – Pro-Zombie.

1.
Wäre ich Politiker, hätte ich keine Geldsorgen mehr,
ich nehme den nächsten Flieger und hau übers große Meer.
Wäre ich Politiker, wäre die Demokratie etwas unglaubwürdiger,
Scheiß doch mal auf die Wähler, ich gebe meine Macht nicht her.

2.
Wäre ich Politiker, gebe es für meine Kumpels keine Sorgen mehr,
schließlich bin ich Minister und ganz bestimmt ein liberaler.
Meine Freunde sind die Banker, schließlich bin ich Gesetzgeber,
und ganz nebenher bin ich auch noch Vorstandsvorsitzender.

3.
Wäre ich ein Politiker, wäre das Leben endlich fair,
früher war ich Außenseiter, heute kommandier ich die Bundeswehr.
und kommt so ein Bürgerrechtler, bin ich Meinungsmacher.
Ich bin Politikeeer, ich bin der Herr.

Vielleicht in ein paar Jährchen, wenn an die Demokratie sowieso keiner mehr glaubt, die Wähler lieber sich selbst helfen, als wählen zu gehen, vielleicht dürfen dann keine korrupten Leute mehr ihre Spielchen mit uns spielen. Tschüss ihr Penner.

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