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Posts Tagged ‘Medien’

Alles laut. Es tanzt die Seele
Livestream im Netz und TV ,
und dann kommt noch auf die Schnelle
die Anderen wissens genau.

Alles laut. Vergeblich kreisch ich
niemand den es interessiert,
Kein Blick von den Flatscreens erreicht mich
und kein Mensch blickt fasziniert.

Alles laut. Die Köpfe rauchen
sind mit Nachrichten verpestet,
die, viel Speicherplatz verbrauchen,
trotzdem hab ichs auch getestet.

Alles laut. Jetzt sitz ich wartend
als mein Finger schnellt gen Tasten,
was passiert hier, ich sitze ratend
und klicke und klicke – niemals rasten.

 

(Original von Theodor Fontante: Alles still)

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cc-by-nc Bild von Christroph Liebentritt

Er sitzt zu Hause und fühlt sich besser,
in der Tasche wetzt du Messer,
willst heute noch auf die Barrikaden
willst den Menschen heute schaden.

Menschen, die was ändern wollen,
die alle unterstützen sollen,
die sich wehren und versuchen
das System heut zu verfluchen.

Doch du siehst nur deine Freude,
hast nur Hass für alles andre‘.
Deswegen ist es Zeit und heute
holst du aus mit deiner Bande.

Zuerst nur übers Internet,
denn es ist einfacher.
Später willst du dann
als Leibhafter – auf die Barrikaden.

Die runter schubsen, die sich wehren,
die versuchen uns zu lehren,
was es heißt uns auszudrücken,
die sich nicht vor Herren bücken.

Du hast keine Lust auf Streit,
glaubst noch an die Ewigkeit.
Denn du hast alles was du willst,
weil du vor Reichtum überquillst.

Deswegen stell dich gegen sie,
hast ja nur zu gewinnen.
Die Lobby ist ja hinter dir, wird dich unterstützen.
Sie werden dich und ihre Freunde mit Geldsäcken schützen.

Der Gedanke zum Gedicht kam mir spontan, als ich (im Audimax der TU-Berlin) saß und im Internet lesen musste, dass sich einige BWL (lange nicht alle, ehrlich) darüber aufregen, dass soviele SchülerInnen und Studenten gegen die aktuelle Bildungspolitik streiken und Unis besetzen. Wer Lust hat, kann hier die Forderungen noch mal nachlesen.

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[Ein Gedicht (zuerst als Songidee (welche noch nicht verworfen ist…)) welches wir zusammen verfasst haben]

Und ich liege hier und warte, auf die wenigen Sekunden
du bist in diesem Haus vor einigen Stunden verschwunden.
Und mein Chef hat mir befohlen, ich solle mich hier verstecken.
Ohne das Foto, brauche ich nicht zu erschein‘,
ohne das Bild bin ich hilflos und klein.

Die Tür geht einen Spalt auf, alles weitere nimmt seinen Lauf.
Ich bereite mich vor, die Muskeln gespannt,
bin ich bereit und das Bild ist gebannt.

In meinem Speicher hinein gefressen,
niemals wird dieser Moment vergessen.

Ob ich damit eine Beziehung zerstöre,
ob ich zum Abschaum der Gesellschaft gehöre,
ob ich vielleicht die Niedertracht selbst,

ich hör nicht zu, ich mach es für Geld.

Du kamst aus dem Haus, mit ihm Hand in Hand,
ich starre durch den Sucher und warte gebannt.
Ich schieße los, genau in dein Gesicht,

du schaust dich um und siehst mich nicht.

Ich bin unsichtbar und doch dein Verhängnis,
wir leben alle in einem Gefängnis,
ich bringe dich an den Abgrund,

ich zerstöre dich, deine Familie und

Weil ich es kann, soll es nicht leise sein.
Ich bringe dich ins Fernsehen rein.

Refrain: Das sind die wahren Massenvernichtungswaffen,
Menschen in Medien haben nichts zu lachen,
entweder du bist ein Sklave und tust was sie sagen,
oder du kannst dich zu Grabe tragen.

Eine Armee geschaffen für die Massen am Fernseher,
doch damit gehen Zerstörung und Morde einher,
niemand ist sicher, sie sind zu viele,

sie sind keine Menschen, sie sind wie die Tiere.

Für mich ist es Arbeit für dich das jüngste Gericht,
für viele bist du der Heiland mit dem perfekten Gesicht.
Ich ess‘ von deinem Teller und seh‘ dich im Bett,
du bist nie mehr allein,
das ist der Preis berühmt zu sein .

Refrain: Das sind die wahren Massenvernichtungswaffen,
Menschen in Medien haben nichts zu lachen,
entweder du bist ein Sklave und tust was sie sagen,
oder du kannst dich zu Grabe tragen.

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