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Posts Tagged ‘Lobby’

Stimmung: Gut, locker
Musik: Norah Jones – Feeling the same Way

Ich sitz hier im Dunkeln, die Nachtluft strömt ins Studio,
um mich um ist stockfinster, wie im Golf von Mexiko.
Ein langer Tag geht zu Ende und hüllt sich in Schweigen,
genau wie Frau Merkel, wenn es drum geht Verantwortung zu zeigen.

Langsam wirds kalt an Haut, Händen und Nase,
wie an der Börse nach Platzen der Blase.
Die Augen werden müde und das Denken schwerer,
ich glaube so ging es unserm Bundeshorst Köhler.

Es wird Zeit die Segel zu streichen,
so wie Hartz-IV, weniger muss reichen.
Auf gehts ins Bett, der Weg scheint lang,
vielleicht komm ich irgendwann an.

Auf dem Weg nach unten, nehm ich Stufen um  Stufen,
wie die FDP und ihren kläglichen Versuchen,
die Hoteliers zu beschenken, die Armen zu schröpfen,
vielleicht werd ich mir noch ein Bierchen köpfen.

Lieg ich in meiner Hängematte, schließe ich die Augen,
wie katholische Priester, die nicht an Schuld glauben.
Wende mein Blick zur Decke und Zweifel plagen mich.
Ändern werd ich trotzdem nichts.

Morgen gehts weiter, munter und heiter,
wie am Bohrturm sprudelt es weiter,
das Leben ist eine Melodie das wissen die meisten,
genauso wie Lobbyisten, die auf die Gesellschaft scheißen.

Die Sonne geht auf und scheint uns zu wärmen,
wie Alkohol die Schwachen und Ärmsten.
Der Alltag frisst auf, was wir alle so brauchen,
werden wie der Westen, alles was uns nicht interessiert
in der Pfeife rauchen.

Gute Nacht.

cc-by-nc-nd von Tattooed JJ (more off than on for a while)

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Dieses Gedicht geht an alle da draußen, die sich nen Dreck um die Menschen scheren, die sie wählen und die es nicht kümmert, ob wir auf der Strecke bleiben. Die Idee stammt von den Ärzten – Pro-Zombie.

1.
Wäre ich Politiker, hätte ich keine Geldsorgen mehr,
ich nehme den nächsten Flieger und hau übers große Meer.
Wäre ich Politiker, wäre die Demokratie etwas unglaubwürdiger,
Scheiß doch mal auf die Wähler, ich gebe meine Macht nicht her.

2.
Wäre ich Politiker, gebe es für meine Kumpels keine Sorgen mehr,
schließlich bin ich Minister und ganz bestimmt ein liberaler.
Meine Freunde sind die Banker, schließlich bin ich Gesetzgeber,
und ganz nebenher bin ich auch noch Vorstandsvorsitzender.

3.
Wäre ich ein Politiker, wäre das Leben endlich fair,
früher war ich Außenseiter, heute kommandier ich die Bundeswehr.
und kommt so ein Bürgerrechtler, bin ich Meinungsmacher.
Ich bin Politikeeer, ich bin der Herr.

Vielleicht in ein paar Jährchen, wenn an die Demokratie sowieso keiner mehr glaubt, die Wähler lieber sich selbst helfen, als wählen zu gehen, vielleicht dürfen dann keine korrupten Leute mehr ihre Spielchen mit uns spielen. Tschüss ihr Penner.

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cc-by-nc Bild von Christroph Liebentritt

Er sitzt zu Hause und fühlt sich besser,
in der Tasche wetzt du Messer,
willst heute noch auf die Barrikaden
willst den Menschen heute schaden.

Menschen, die was ändern wollen,
die alle unterstützen sollen,
die sich wehren und versuchen
das System heut zu verfluchen.

Doch du siehst nur deine Freude,
hast nur Hass für alles andre‘.
Deswegen ist es Zeit und heute
holst du aus mit deiner Bande.

Zuerst nur übers Internet,
denn es ist einfacher.
Später willst du dann
als Leibhafter – auf die Barrikaden.

Die runter schubsen, die sich wehren,
die versuchen uns zu lehren,
was es heißt uns auszudrücken,
die sich nicht vor Herren bücken.

Du hast keine Lust auf Streit,
glaubst noch an die Ewigkeit.
Denn du hast alles was du willst,
weil du vor Reichtum überquillst.

Deswegen stell dich gegen sie,
hast ja nur zu gewinnen.
Die Lobby ist ja hinter dir, wird dich unterstützen.
Sie werden dich und ihre Freunde mit Geldsäcken schützen.

Der Gedanke zum Gedicht kam mir spontan, als ich (im Audimax der TU-Berlin) saß und im Internet lesen musste, dass sich einige BWL (lange nicht alle, ehrlich) darüber aufregen, dass soviele SchülerInnen und Studenten gegen die aktuelle Bildungspolitik streiken und Unis besetzen. Wer Lust hat, kann hier die Forderungen noch mal nachlesen.

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