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Posts Tagged ‘Gesellschaft’

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copyright liegt bei de.123rf.com

Du  merkst schon,
er hat dich hier,
in tiefen Nebeln voller Gier,
in dem es keine Zukunft gibt,
weil der Moment unsterblich ist.

Du treibst dich selbst in seine Arme,
spürst das Vergessen,
spürst die Wärme,
die dich fort von allem zieht,
bis zum Morgen dir vergibt.

Aufwachen voll dumpfer Leere,
spürst die Enge jeder Vene,
und doch ist es wie Wundenküssen,
willst keine einzige Empfindung missen,
die ganze Welt, auf  einen Moment reduziert,
in dem  nur du, deine Freunde und das Glück regiert.

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Ich will wissen wie es dir geht,
was  hinter all den Phrasen steht ,
wie “ Schlechten Menschen geht es immer gut“,
oder „Man tut halt was man kann“,
Synonym für das geht dich nichts an,
ein in Wortschutzwesten eingepacktes Wunderland,
zu dem selten jemand  Zugang fand.

Ich will wissen was dich bewegt,
wofür dein Herz schlägt,
oder was dir im Weg steht,
und dich in dunkle Ecken zerrt,
wenn du dich alleine fühlst,
auf deiner großen Fahrt.

Vielleicht sind das alles zu große Fragen,
vielleicht willst du mir auch vieles davon gar nicht sagen,
aber du solltest tief in dir drin eine Ahnung haben,
um dem richtigen Menschen,
eine ehrliche Antwort geben zu können.

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Copyright by Elisa Ruden

Traumluftblasen im Sommerregen,
natürliche Schneekugeln auf asphaltierten Wegen,
stetig fallender Fadenregen,
der wie ein versierter Pianist,
die Welt von selbst erklingen lässt.

Doch die Bänke bleiben leer,
Regenwanderer gibt’s nicht mehr,
weil Musik aus allen Ecken strömt,
haben sie sich daran gewöhnt,
nur wahrzunehmen, nicht zu hören,
ganz am Regen sich zu stören.

Nur manchmal spielt er für ein Kind,
das gerade erkennt,  was Regenwolken sind,
dann schlägt er ganz sanfte Töne an,
damit der kleine Mensch auch tanzen kann.

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Lichter flammen über weiße Wände,
behutsam lehnen Sie sich gegen die Widerstände der Metalstreben,
von irgendwo erklingt ein „Vater unser“,
viele malen  jetzt  Bilder,
die ohne Farben sind,
weil  die  letzte  Bastion  in  ihrem Kopf beginnt.

Es gibt keine Zeit,
in der nicht Einer mit dem Anderen  spricht,
denn die Stille macht Sie wahnsinnig,
alle 8 Stunden wechseln die Wärter ihr Gesicht,
Tag und Nacht gibt es nicht,
nur Licht, Neonröhrenlicht,
Justicias kaltes Angesicht.

Sie drehen sich stundenlang,
kommen nicht in Träumen  an,
endloser Gedankenstrang,
Reue als Ventil,
damit man endlich schlafen  kann.

Jeder kennt seinen Tag,
an dem man seine Sachen packt,
sich verabschiedet und geht,
in der Hoffnung das man die Menschen dort nie  wiedersieht.

Darum versuchen Sie nicht aufzufallen,
Aufgaben erledigen, immer nett zu allen,
damit man ein paar Tage streicht,
nicht eindringt ins Gedankenreich,
und schweigt über ihre Vergangenheit,
die doch nur bis gestern reicht.

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Dieser Text wurde inspiriert von dem Song „Irgendwo in Berlin“ von Rosenstolz Image

Copyright des Bildes liegt bei picture alliance

Schlitz in den er Hoffnung steckt,
hell aufleuchtendes Seelenleck,
auch wenn er sich jetzt umdreht,
weiß er  nicht wohin es geht,
hat keinen Platz zum schlafen,
keine Heimat, keinen Hafen.

Dort wo auch nachts die Züge fahren,
wühlt er in den Scherben,
mit den andern Mensch gewordenen Unglücksraben,
nach dem letzten Wert im Dreck,
für den Schlitz in den er Hoffnung steckt.

Zum sterben zu viel,
zum leben zu wenig,
er weiß, einfach  aufhören geht nicht,
weil ihm das Leben durch die Finger rinnt,
weil jeder irgendwann gewinnt.

An dem Ort, an dem zwei Welten kollideren,
Sie Sorglosigkeit propagieren,
kann er sich wie ein jemand amüsieren,
weil niemand weiß, was er ist,
klappernd fällt eine  Münze in den Schlitz.

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