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Posts Tagged ‘Geschichte’

Aus gegebenem Anlass werde ich in diesem Monat versuchen jeden Advent ein Gedicht zu veröffentlichen das mehr oder weniger mit dem Weihnachtsfest zu tun hat. Liebe Grüße Tandroin

Soldaten hasten durch die Gassen,
Herodes hat schon soviele umbringen lassen,
weil ein Hohelied durch Bethlehem zieht,
dass die Ankunft eines neuen Königs preist,
der die Völker von Judäa unter einem Banner vereint.

Die Last wiegt schwer,
denn unter ihrem Herzen ruht ein Kind,
dessen Vater sie nicht kennt,
nur Joseph, der vor lauter Liebe blind,
floh mit ihr gen Nazareth,
um zu teilen Tisch und Bett.

Sie reisten allein mit Handelskarawanen bei Nacht,
Herodes Wahnsinn hatte die Runde gemacht,
so reichten ihr drei Fremde allerlei Arznei,
weil die Geburt nicht mehr fern sei.

Jede Türe war verschlossen,
die Nacht so bitterkalt,
als keine Gnade sie genossen,
zeigten Tiere Menschlichkeit,
legten den  Grundstein für die Weihnachtszeit.

 

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Zwei Jungen sitzen zusammen am Klavier,
lachen, streiten  und  schweigen zusammen,
vor ihnen die gesamte Partitur,
wie eine Geschichte, die es noch zu schreiben gilt.

In ihren Köpfen liegt ein Bild,
für diesen  einen Song,
in eben diesem Moment,
den die ganze Welt kennt,
ihre Namen in die Geschichtsbücher brennt.

Finger suchen nach Akkorden,
Melodien nach gesungenen Worten,
als sich plötzlich alles wie durch ein Wunder verwebt,
klingt es fast wie einem modernes Gebet.

Viele haben durch ihre Lieder gelebt,
denn immer wenn etwas Großes geschieht,
war  da dieses Lied,
das von fernen Freunden gespielt sagt,
danke, das es  dich gibt.

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I. Lasst uns erfinden, die perfekte Welt und lasst sie erbeben, wovon sie erzählt. Sie zeitigt sich, sobald sie geschaffen und wird nicht regiert, von grausamen Affen. Nicht die Menschen, als zivilisierte Wesen, nichts ist mehr von ihnen zu lesen. Es gibt ihn nicht, den Mensch allein, denn nichts auf der Welt kann alleine Sein. Grenzen, gedachte, sind gut zum bestimmen, zum teilen und herrschen, zum erforschen und gewinnen. Doch darüber hinaus ins tiefe Nichts, wo niemand je geblickt, dorthin wo nichts scheint und alles verborgen, dorthin haben sie uns geschickt.

II. Nun wollen sie teilen, das Brot und das Geld, zerteilen die Wirtschaft, zerteilen die Welt. Sie ziehen kleine Linien über kleine Karten und freuen sich, wenn Menschen dann warten, an stählernden Zäunen und graufahlen Mauern und warten und warten. Sie wollen erforschen, wo alles begann und sehnen sich nach dem einen Anfang. Sie bemerken nicht, sie sehen nicht, was sie nicht sehen wollen und was nicht sehbar ist.

III. Nun werden sie wütend und schweißen zusammen, was erst getrennt und nun verrammelt. Nicht alles, nur größer und weiter und schöner und höher und besser – das soll es sein. Sie werden nicht warten, sie werden nicht rasten und sehen am Ende, sie sind nicht allein.

IV. Vor vielen Jahrtausenden da gab es schon Wesen, die wussten, sie sind nicht allein. Sie wussten, die Erde ist nicht für die Menschen, für Tiere und Pflanzen gezaubert – und doch hat es so lang gedauert. Doch herrschen wollen sie trotzdem, die Weißen, sie wollen nicht teilen.

V. So ziehen sie weiter und härter am Strang, denn Ordnung muss sein und Europa sei Dank. Sie verlieren den Faden und bauen sich neue und beginnen die Geschichte, wo sie doch schon begann.

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