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Posts Tagged ‘Gedichte’

pomo hass

ich darf es sagen, ich darf es schreiben,
ich kann vieles nicht leiden.

das wort ich, die menschen da draußen.
gedichte und reime und alles.

frei zu sein, ich selbst zu werden.
mit ironie selbst scheiße gut finden dürfen.
irgendeine kultur zu erben,
ums glück zu würfeln.

hass ist wunderbar und so leicht zu gebrauchen,
in der postmodernen welt ist es leicht zu durchschauen.
negieren, dekonstruieren, alles ist erlaubt und möglich.
nichts ist schlecht, alles kontingent und gut oder schädlich.

das darf ich hassen, dass darf ich schreiben,
doch antworten darauf – gibts leider keine.

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Zwei Jungen sitzen zusammen am Klavier,
lachen, streiten  und  schweigen zusammen,
vor ihnen die gesamte Partitur,
wie eine Geschichte, die es noch zu schreiben gilt.

In ihren Köpfen liegt ein Bild,
für diesen  einen Song,
in eben diesem Moment,
den die ganze Welt kennt,
ihre Namen in die Geschichtsbücher brennt.

Finger suchen nach Akkorden,
Melodien nach gesungenen Worten,
als sich plötzlich alles wie durch ein Wunder verwebt,
klingt es fast wie einem modernes Gebet.

Viele haben durch ihre Lieder gelebt,
denn immer wenn etwas Großes geschieht,
war  da dieses Lied,
das von fernen Freunden gespielt sagt,
danke, das es  dich gibt.

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Lichter flammen über weiße Wände,
behutsam lehnen Sie sich gegen die Widerstände der Metalstreben,
von irgendwo erklingt ein „Vater unser“,
viele malen  jetzt  Bilder,
die ohne Farben sind,
weil  die  letzte  Bastion  in  ihrem Kopf beginnt.

Es gibt keine Zeit,
in der nicht Einer mit dem Anderen  spricht,
denn die Stille macht Sie wahnsinnig,
alle 8 Stunden wechseln die Wärter ihr Gesicht,
Tag und Nacht gibt es nicht,
nur Licht, Neonröhrenlicht,
Justicias kaltes Angesicht.

Sie drehen sich stundenlang,
kommen nicht in Träumen  an,
endloser Gedankenstrang,
Reue als Ventil,
damit man endlich schlafen  kann.

Jeder kennt seinen Tag,
an dem man seine Sachen packt,
sich verabschiedet und geht,
in der Hoffnung das man die Menschen dort nie  wiedersieht.

Darum versuchen Sie nicht aufzufallen,
Aufgaben erledigen, immer nett zu allen,
damit man ein paar Tage streicht,
nicht eindringt ins Gedankenreich,
und schweigt über ihre Vergangenheit,
die doch nur bis gestern reicht.

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