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Posts Tagged ‘Gedicht’

Bist du glücklich?

Heißt gutes Leben sorglos streben,
nach Wünschen hinter jedem Sinn?
Ist es Glück nichts mehr zu missen,
oder das Wissen ums Vermissen.

Wieviele Wege sind wir schon gegangen,
haben Grenzen neu gesteckt,
doch in uns nur Verlangen,
weil man satt nie endlos ist.

Immer weiter, nie verharren,
denn das Glück es geht dahin,
wird alltäglich und wir blind,
für all das was wir heute haben,
und die Dinge, die uns nie widerfahren..

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Ich will wissen wie es dir geht,
was  hinter all den Phrasen steht ,
wie “ Schlechten Menschen geht es immer gut“,
oder „Man tut halt was man kann“,
Synonym für das geht dich nichts an,
ein in Wortschutzwesten eingepacktes Wunderland,
zu dem selten jemand  Zugang fand.

Ich will wissen was dich bewegt,
wofür dein Herz schlägt,
oder was dir im Weg steht,
und dich in dunkle Ecken zerrt,
wenn du dich alleine fühlst,
auf deiner großen Fahrt.

Vielleicht sind das alles zu große Fragen,
vielleicht willst du mir auch vieles davon gar nicht sagen,
aber du solltest tief in dir drin eine Ahnung haben,
um dem richtigen Menschen,
eine ehrliche Antwort geben zu können.

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Manche Menschen scheinen immer einen Schwarzmalstuft dabei zu haben,
fortwährend nach dem wieso, weshalb, warum zu fragen,
und immer genau das zu begehren,
was sie gerade nicht haben.

Dann mummeln sie sich in ihre Igelpullis mit Rollkragen,
klagen über den Weltschmerz,
gegen die Resignationsattitüde,
ihr  gebrochenes Herz,
und den Verfall der romantischen Liebe.

Wenn ihnen dann doch mal  etwas Gutes passiert,
wird es  gleich einen Tick dunkler coloriert,
denn nichts Schönes ist von Dauer,
bestimmt nur der letzte schöne Sommertag,
vor dem nächsten Regenschauer.

Vor den Scheuklappen aus Selbstmitleid,
fließt er vorbei der Fluss der Zeit,
verliert sich zwischen zwei Herzschlägen,
und es vergeht ganz unberührt,
ein wunderbares Leben.

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Manchmal hättest du auch gern so ein Stück Talent,
sagst du,
wärst gern ein Mensch,
der den Moment erkennt,
Texte empfängt mit ganz sanften Fühlern,
und daraus etwas erschafft,
das Herzrhytmusänderungen entfacht.

Aber du sagst Schreiben kannst du nicht,
fragst dich auch wozu,
hört doch jetzt schon keiner zu,
wenn du mal von deiner Vergangenheit sprichst.

Ist doch auch sicher langweilig  für den Rest  der Welt,
wenn ein kleines Licht von seinen  Nichtigkeiten spricht,
wo es doch andere gibt,
die mit ihren Versen tiefe Kerben in Herzkammerwände schlagen,
und soviel mehr zu sagen haben,
obwohl die Worte langsam  sterben,
weil Menschen denken,
das sie  ein kleines Stück Talent nicht haben.

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Versuch nicht dir Liebe zu erkaufen,
sehnsüchtig einem Traum hinterherzulaufen,
in den du soviel investierst,
das du dich darin verlierst.

Du bist der Schatz,
dich kannst du geben,
viel wertvoller als dieser Kram aus den Läden,

Irgendwann wirst du verstehen,
das du das alles nicht brauchst,
weil Liebe ein Geschenk ist,
für das man nicht zu zahlen braucht.

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Copyright by Elisa Ruden

Traumluftblasen im Sommerregen,
natürliche Schneekugeln auf asphaltierten Wegen,
stetig fallender Fadenregen,
der wie ein versierter Pianist,
die Welt von selbst erklingen lässt.

Doch die Bänke bleiben leer,
Regenwanderer gibt’s nicht mehr,
weil Musik aus allen Ecken strömt,
haben sie sich daran gewöhnt,
nur wahrzunehmen, nicht zu hören,
ganz am Regen sich zu stören.

Nur manchmal spielt er für ein Kind,
das gerade erkennt,  was Regenwolken sind,
dann schlägt er ganz sanfte Töne an,
damit der kleine Mensch auch tanzen kann.

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Dieser Text wurde inspiriert von dem Song „Irgendwo in Berlin“ von Rosenstolz Image

Copyright des Bildes liegt bei picture alliance

Schlitz in den er Hoffnung steckt,
hell aufleuchtendes Seelenleck,
auch wenn er sich jetzt umdreht,
weiß er  nicht wohin es geht,
hat keinen Platz zum schlafen,
keine Heimat, keinen Hafen.

Dort wo auch nachts die Züge fahren,
wühlt er in den Scherben,
mit den andern Mensch gewordenen Unglücksraben,
nach dem letzten Wert im Dreck,
für den Schlitz in den er Hoffnung steckt.

Zum sterben zu viel,
zum leben zu wenig,
er weiß, einfach  aufhören geht nicht,
weil ihm das Leben durch die Finger rinnt,
weil jeder irgendwann gewinnt.

An dem Ort, an dem zwei Welten kollideren,
Sie Sorglosigkeit propagieren,
kann er sich wie ein jemand amüsieren,
weil niemand weiß, was er ist,
klappernd fällt eine  Münze in den Schlitz.

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