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Posts Tagged ‘Freiheit’

Lichter flammen über weiße Wände,
behutsam lehnen Sie sich gegen die Widerstände der Metalstreben,
von irgendwo erklingt ein „Vater unser“,
viele malen  jetzt  Bilder,
die ohne Farben sind,
weil  die  letzte  Bastion  in  ihrem Kopf beginnt.

Es gibt keine Zeit,
in der nicht Einer mit dem Anderen  spricht,
denn die Stille macht Sie wahnsinnig,
alle 8 Stunden wechseln die Wärter ihr Gesicht,
Tag und Nacht gibt es nicht,
nur Licht, Neonröhrenlicht,
Justicias kaltes Angesicht.

Sie drehen sich stundenlang,
kommen nicht in Träumen  an,
endloser Gedankenstrang,
Reue als Ventil,
damit man endlich schlafen  kann.

Jeder kennt seinen Tag,
an dem man seine Sachen packt,
sich verabschiedet und geht,
in der Hoffnung das man die Menschen dort nie  wiedersieht.

Darum versuchen Sie nicht aufzufallen,
Aufgaben erledigen, immer nett zu allen,
damit man ein paar Tage streicht,
nicht eindringt ins Gedankenreich,
und schweigt über ihre Vergangenheit,
die doch nur bis gestern reicht.

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Es war ein mal ein König, ganz für sich allein. Um ihn herum sein Hofstaat, prunkvoll, nicht zu klein. Es saß auf seinem Throne und regierte gern, in seinem kleinen Reich war er der hellste Stern.

Und auch seine treu’n Vasallen, liefen für ihn blind, bei zu großen Festen, eilten sie geschwind. Des Königs große Bürde, war sein ganzer Stolz. Denn nicht nur  Thron und die Balken war’n aus morschem Holz.

In vielen vielen Jahren, kam und ging der Krieg. Die Bürger mussten zahlen, für jeden errungnen Sieg. Doch nicht nur mit ihrem Leben, sondern noch viel mehr, denn es ging wie immer – um des Königs Ehr.

So war der Krieg beendet und alles schien vorbei, da ward der nächste Feind geboren, die Menschen nicht mehr frei. Die Söhne mussten dienen, in der Armee der Liebe. Die Mägde mussten spurten, sonst setzen Herren Hiebe.

Es kam einmal ein Harlekin zum Tor der Stadt hinein. Er setze sich auf den Hosenboden und man bat ihn herein. Dort spielte er ein Reigen, auf den höchster aller Männer – der König war schon immer ein guter Musikkenner.

Doch dieser schlaue Bursche, wollte mehr als singen. Er wollte auch den Menschen endlich Frieden bringen. Drum sang er froh und heiter, des nächtens sucht er weiter.

Nicht lange musst er suchen, denn auch die Diener fluchten. Und sie wurden fündig, und das nicht zu knapp. Der Harlekin zog weiter und an des Königs Sarg.

Nun kam es wie es kommen musst – die Menschen hatten’s nicht gewusst. Welche große Pakterei brach viele Familien entzwei. Der Hof blieb meist unversehrt, das Geld und Ruhm hat sich vermehrt.

Nun begann die Jagd, der Harlekin war dran. Der er war es, der ein Liedchen sang. Von dunklen Intrigen, sie sonst im Dunkeln liegen. Er hat das Licht gebracht – und Feuer schnell entfacht.

Das Völkchen wollte wissen, wieso sie Fahnen hissen für einen alten Mann, der nicht mal reiten kann. Und so wurde es brenzlig, für Könige zu heiß – denn jeder Verrat am Bürger hat auch seinen Preis.

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Wikileaks for Freedom.

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Stimmung: angetrunken, Musik: Tapete – Eheleben

Heute mal eine kleine Kurzgeschichte von mir:

Er wachte heute morgen auf, es war gegen 8.30 Uhr. Raus wollte und musste er erst um 11 Uhr dreißig. Bis dahin war also noch (nichts) alles möglich. Außerdem wollte er (weiterschlafen) noch einen Film schauen. Als alles angerichtet war, der Bildschirm flackerte, war alles (un)möglich. Ungefähr um zehn Uhr war auch der Mitbewohner erwacht. Nur mühsam wurde aus dem Traum Realität. Der Film war wirklich gut. Tolle Schauspieler, toller Film. Danach ging es los, in die Stadt, in die Sonne. Draußen – Menschenmassen. Doch das war nicht schlimm, denn neben diesen Horden von Zombies gab es ja noch die unerträglich Hitze. Und das Ufer des Flusses. Gesessens, genoßen, entspannt und nach einiger Zeit war die Zeit reif. Die Zeit verschwomm langsam unter den Fingern und alles war schön. Zwischen den Fingern, warmer Rauch, die Lippen atmen nur leise ein und stoßen Leben aus. Schwäne waren auch anwesend. Leider auch Tourieboote. Im Bus dachte er noch an den verlorenen Tag, bis er endlich im grauen Haus ankam. Bahnhof. Der Zug war gerade abgefahren, also noch warten – 40 Minuten. Kein Problem, denn dem Glücklichen schlägt keine Stunde. Nach 6 Donuts und etlichen Seiten im Buch kam das Eisenroß. Tausende Menschen verließen ihren Eisenkäfig, tausende stiegen wieder zu. Und eine Person setzte sich neben ihn.
Ein Pfiff, ein Ruck, der Zug rollt gen Ziel. Ein Bein, zwei Beine – eine Berührung. „Tschuldigung“ – „Macht doch nichts.“ Alles was gesprochen wurde. Kribbeln auf der Haut, Schweiß auf der Stirn. Chemie ist doch nicht nur im Labor zu sehen und spüren. Heiß, kalt, schwindelig. Berührung Nummer 2, keine Entschuldigung. Sitzen, hoffen. Nachdem der vorletzte Zwischenstopp erreicht ist, wird es brenzlig. Die Bahn eilt dem Bestimmungsort entgegen, keine Zwischenhalte mehr. Wieso gibt es keine Verzögerung, wenn es mal angebracht wäre. Ziemlich egoistischer Gedanke. Der Zug kommt an, Stopp. Gepäck wieder auf den Rücken. Blick wandert zurück. Ein Mädchen bleibt im Zug, er steigt aus, in die Sonne, in den Schatten. Sie fährt weiter – allein.

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Reichtum ist für manche Leute, reiche, fette und goldne‘ Beute,
für andre‘ wiederrum geht es manchmal nur darum,
andre zu beglücken, sie mit Freude und Glück zu schmücken.

Manche streben alle Tage, stellen sich niemals jene Frage:
Wie kann ich andren Glück bescheren, kann ich mich gegen andre wehren?
Laufen blindlings durch die Welt, halten Geld für den Held der Welt.

Ich saß an einem Lagerfeuer, ohne glänzendes Ungeheuer.
Das Wetter war nicht das schönste, das Feuer aber war das größte.
Freunde, Natur, ein Haufen Holz, auf uns war ich vielleicht stolz.

Wenn die Zeit kurz Pause macht, wenn im Kreis nur noch gelacht,
die grauen Wolken nicht mehr stören, Momente uns gehören,
dann sind wir reich und alle gleich.

Keine Stechuhr und kein Chef, kein Stau und kein Stress.
Einen Stuhl und hoch die Beine, am Feuer ist man nie alleine.
Stört mich nichts mehr, soll so bleiben, am liebsten immer hier verweilen.

Menschen hört auf das was zählt, euch regiert nicht das Geld,
es bestimmt nicht euer Leben, ihr habt viel mehr zu geben,
denn das schönste auf der Welt, kann niemand bezahlen nur mit Geld.

Drum ruf ich euch zu, schnappt euch das Fahrrad,
radelt los und bleibt erst stehen, wenn ihr denkt hier ist es schön.
Macht halt und atmet ein, hier bist du Mensch hier darfst du’s sein.

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