Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Fernsehen’

Hallo Leser,

mein Name ist Boris. Ich bin 17 Jahre alt. Das stand auch alles schon im Prolog, aber der vollständigkeithalber wollte ich sichergehen, dass keine Informationen verloren gehen können.

Wie ihr sicher schon hier gelesen habt, befinde ich mich im Jahr 347.229 nach Christi Geburt. An wen schreibe ich? Ich schreibe sozusagen aus der Zukunft. Ihr wollt sicherlich wissen, was es mit dem Titel auf sich hat und wieso das ein Abklatsch scheint von einem Roman und Film, der schon im 20. Jahrhundert (was für eine Zeit) lief und gelesen wurde. Nun, dann möchte ich euch ein wenig mit auf eine Reise nehmen.

In vielen kleinen Kurzgeschichten werde ich euch einen kleinen Einblick gewähren in meine Welt. Vieles wird euch bekannt vorkommen (denn Im Westen ist ja wieder nichts neues) und einiges wird vielleicht trotz allem neu sein. Macht euch erstmal keine Gedanken darüber, lasst euch überraschen. Womit fange ich am besten an? Ich weiß es. Ich beginne mit einer einfachen Erzählung über einen ganz normalen Alltag eines 17jährigen Jungen aus dem Jahr 347.229:

10.20 Uhr: Aufstehen
10.30 Uhr: Frühstück
11:07 – 18.00 Uhr: Fernsehen.
18:00 – 20.00 Uhr: Abendbrot
20:00 – 04:00 Uhr: Internet /Cyberspace
04:00 – 10.20 Uhr: Schlafen / Trancition

Ihr dürft euch das Fernsehen nicht so vorstellen, wie es bei euch abläuft. Nein, bewahre so babarisch ist es mittlerweile nicht mehr. Nachdem die Erdbewohner der westlichen Welt es geschafft haben, ihren Lebensalltag teilweise direkt vor dem Fernseher zu verbringen, haben sich schlaue Köpfe einige Dinge einfallen lassen. Sie vertraten die Meinung, dass der Mensch nicht unabhängig von einem TV leben sollte. Das interessante dabei war, dass zu dieser Zeit das Fernsehen schon vom Aussterben bedroht war, doch durfte dies noch nicht geschehen. Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen: Ihr habt eine alte Technologie und habt eine neue und effizientere. Die alte ist mittlerweile ziemlich überholt, aber trotzdem noch vorherrschend. Viele Interessen hängen dort dran und wollen gewahrt werden. So wurde das Fernsehen zum Menschenrecht erklärt. Die Verkündung fand mediengerecht in einem großen Spektakel mit Live-Auftritten sehr berühmter Prominenter Gäste aus der vielfältigen europäischne Filmlandschaft statt.

Doch haltet ein, nicht alles am Fernsehen ist schlecht. Ich schaue täglich viele Stunden, doch glücklicherweise muss ich dabei nicht mehr das gucken, was andere in die TV-Blöcke stopfen. Es gibt eine kleine Neuerung: Bilder im Fernsehen können nun mittels Gedanken manipuliert werden. Nicht von außen, nein. Sondern von mir selbst. Gedankenversunken sitze ich so oft stundenlang vor meiner alten Kiste und schaue mir Dinge an, die nur ich sehen kann. Jedenfalls glaube ich das. Es gibt auch noch ein richtiges Fernsehprogramm, viele gucken das einfach, denn es geht schneller und erfordert nicht so viel Übung. Ich find’s irgendwie langweilig, die anderen unterhalten sich dann im Cyberspace nur über diesen Kram. Da die mich sowieso nicht leiden können gucke ich meine eigenen Bilder. Doch auch das alte Fernsehprogramm hat einen Vorteil (gehabt): Ich habe auf den TV-Zeitschriften die wichtigen Worte gelesen: „What [the fuck] is the [mo-fucking] sense of [damn] life“. Ich habe die anderen Worte einfach ignoriert, es kommt ja auf den großen Zusammenhang an, oder?

Eines möchte ich noch erklären, bevor ich euch nicht weiter belästige mit meinem bisher sehr langweiligen Tagesablauf. Trancition ist eine Art Schlaf nur kann man sich mittels Medikamenten in eine Art Trance versetzen (daher der Name). Dieser Zustand befähigt den Menschen dazu, unterbewusst weiter Dinge zu tun, die am Tag passiert sind. So ist es möglich trotz des Zustandes im Internet zu surfen und Präsenz in verschiedenen V-Lands zu zeigen (das sind virtuelle Länder, es gibt nämlich verschiedene davon und wer hip sein will, sollte lieber ständig dabei sein, wer weiß, was man so verpassen könnte.)

Ich denke, damit dürfte mein kurzer Tagesablauf erklärt sein. So sehr unterscheidet er sich nicht von einem alltäglichen Rhythmus eines 17jährigen Jungen oder Mädchen aus dem 21. Jahrhundert, aber ich hatte ja beschlossen, das zu ändern. Und damit beginne ich morgen um 11:06 Uhr!

Advertisements

Read Full Post »

[..] in den siebziger Jahren hat man die Frauen bekommen, weil man über Adorno geredet hat, das funktioniert heute nicht mehr. Ich wünsche mir, dass es wieder cool wird, schlau zu sein.“ – Moritz Bleibtreu im Interview bei ZEIT Online, 19.11.2007 zeit.de

Dieses Mal gibt es ein etwas moderneres Zitat von einem deutschen Schauspieler. Ich denke, es ist nicht so wichtig, hier viele Worte zu verlieren- einfach nachdenken.

Read Full Post »

Manchmal wünschte ich mir Menschen viele,
nicht wiederkeuend starr wie Tiere,
selbst denkend und frohen Mutes,
tun sich und andren gutes.

Doch zu oft wird vorgekaut,
wird ein Gedankensetzkasten gebaut,
wird dir der eigne Gedanke geraubt,
Und du sieht in die Ferne.

Doch das gute liegt so nah,
schau in deinen runden Kopf,
hör aufs Herz, wie wunderbar,
fasse dein Gehirn beim Schopf.

Red‘ nicht nach, was andre schreien,
lass sie Gift und Galle speien,
diese Menschen solltest meiden,
sollst ihnen die Luft abschneiden.

Doch selber denken, das wär‘ schön.
Das sollten wir uns angewöhn.
Sollten niemanden verhöhn.
Hilf den Menschen denken
das wär‘ schön.

und zwar sofort!

Read Full Post »