Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Europa’

Zu oft, zu lang, zu grausam, das waren die Lehren der westlichen Welt.
Zu wichtig nahm sie sich selbst, ob in Politik mit Krieg oder Wirtschaft und Geld.
Nicht mehr belehren heißt auch selbstkritisch sein dürfen und müssen,
und nicht immer nur die Stiefel von Wissenschaftlern und Politikern küssen.

Denn nicht diese, meist weißen und reichen, Herren haben die Wahrheit gefressen,
meist sind es jene, verrucht und verräterisch, die sich und alles im Nutzen, in Nation, in Glaube nur messen.
Und ist geschürt, der rühmliche Hass auf alles andere und scheinbar Unrichtige,
kommt sie hervor, die eklige, die hässlich und grässlich wichtige
Belehrung.

_

Märkte öffnen, privatisieren,
mit modernstem Kriegsgerät aufmarschiern‘,
Renten kürzen, Konsum anregen,
die Korruption zur Tür rausfegen,
demokratischer werden auch gegen die Wähler,
ja schön brav arbeiten, immer und schneller.

_

Nicht mehr belehren.
Nicht mehr ewig den Besseren spielen,
dabei nur auf den Vorteil schielen.
Nicht mehr belehren und nicht mehr befehlen,
nie mehr herrschen und nie mehr quälen.

Mit Hilfen, mit Geldern,
mit Komissaren und Paketen,
mit Technokraten und gekauften Wählern.

Nicht mehr belehren und dabei beherrschen,
nie mehr.

Advertisements

Read Full Post »

Heute gibt es nichts Gutes zu berichten, heute lässt sich leider nichts Gutes dichten. Es gibt Geschichten über Liebe, Natur und bunte Leben – doch dieses wollen sie uns nicht geben.

Geld kostets alle zu ernähren, Geld kostet unser Wohlstand.
Geld, das wir ihnen verwehren, Geld bleibt in unsrer Hand.
”Illegale” heißen sie, übers Meer ins Paradies.
Europa will euch nicht, wir sind nicht gütig, wir sind fies.

Nutzen eure zermürbten Hände, für die Kinder keine Ruh.
Wir aalen uns in Reichtum, und der Grund dafür bist du.

Ja – du Ausländer, das ist dein Problem.
Wir wollen dein Elend hier nicht sehn.

Essen was die Mühlen mahlen, konsumieren wie die Wilden.
Machen uns das Leben bunt und reisen in die Welt.
Doch setzen wir uns Masken auf, wir geben heut die Milden.
Haben ein paar Kröten über – retten wir euch, sind wir der Held.

Armut kennen wir nicht, denn alle sind sie Freunde.
Wir sind stolz auf unsre schöne Gemeinde.
Alle Menschen der ganzen EU, sehen euch armen
Würsten zu – wie ihr vor der Mauer hungert.

Verallgemeinern wollen wir nicht, das ist unsre Bürgerpflicht.
Doch alle die nicht den Reichtum mehren, die von unsren Werten zehren, sollen sie sich dort und nicht hier vermehren.

Alle reden von einer Welt – wir nicht. Wir sind die Welt.

__
Danke EU, danke für mehr Zäune in Griechenland, mehr Polizei, mehr Kameras, mehr Steuern, mehr gebrochene Versprechen, mehr nicht beachtete Bürgerrechte in allen Ländern, danke für salonfähigen Ausländerhass, danke für etliche Subventionen, danke für keine Alternativen, weil alles alternativlos ist. Danke für Geheimverträge der Demokratie, danke für mehr Bundeswehrbeteiligung, danke für eure Wortgewalt, danke für die katholischen Missbrauchsfälle, danke für Ausländerpauschalisierungen, danke für Zensur, danke für 2010. Danke, dass ihr uns regiert. 2011, los gehts.

Read Full Post »

Interrailer

Ein Liebesgedicht:

Manche liebe ihre Männer, andere ihre Frauen,
ich würde mich weiterwagen, würde mich weitertrauen.
Manche liebe ihren Rechner, andre wieder Wagen,
ich kann noch eins viel besser und öfter noch vertragen:

Interrail.

Manche reisen gern per Bus um die halbe Welt,
andre wiederrum ist das Fahrrad, was sie am Boden hält.
Das Auto oder Flugzeug nochmal schnell volltanken.
Meine Reise verdanke ich dieses mal den Schranken:

Interrail.

Auf Schienen um die Erde, durch unentdecktes Land,
nimm Rucksack und Abenteuer in die eigne Hand.
Pack noch  sechs gute Freunde ein,
keine Distanz von hier wird dir zu lang erschein.

Interrail.

Ich kanns nicht genug erwähnen, möcht euch soviel erzählen.
Im Zug zusammen fahren, danach die Welt erkennen,
ich würde sowas Leben, ich würde es unglaublich nennen.

Read Full Post »