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Posts Tagged ‘Berlin’

Stimmung: angetrunken, Musik: Tapete – Eheleben

Heute mal eine kleine Kurzgeschichte von mir:

Er wachte heute morgen auf, es war gegen 8.30 Uhr. Raus wollte und musste er erst um 11 Uhr dreißig. Bis dahin war also noch (nichts) alles möglich. Außerdem wollte er (weiterschlafen) noch einen Film schauen. Als alles angerichtet war, der Bildschirm flackerte, war alles (un)möglich. Ungefähr um zehn Uhr war auch der Mitbewohner erwacht. Nur mühsam wurde aus dem Traum Realität. Der Film war wirklich gut. Tolle Schauspieler, toller Film. Danach ging es los, in die Stadt, in die Sonne. Draußen – Menschenmassen. Doch das war nicht schlimm, denn neben diesen Horden von Zombies gab es ja noch die unerträglich Hitze. Und das Ufer des Flusses. Gesessens, genoßen, entspannt und nach einiger Zeit war die Zeit reif. Die Zeit verschwomm langsam unter den Fingern und alles war schön. Zwischen den Fingern, warmer Rauch, die Lippen atmen nur leise ein und stoßen Leben aus. Schwäne waren auch anwesend. Leider auch Tourieboote. Im Bus dachte er noch an den verlorenen Tag, bis er endlich im grauen Haus ankam. Bahnhof. Der Zug war gerade abgefahren, also noch warten – 40 Minuten. Kein Problem, denn dem Glücklichen schlägt keine Stunde. Nach 6 Donuts und etlichen Seiten im Buch kam das Eisenroß. Tausende Menschen verließen ihren Eisenkäfig, tausende stiegen wieder zu. Und eine Person setzte sich neben ihn.
Ein Pfiff, ein Ruck, der Zug rollt gen Ziel. Ein Bein, zwei Beine – eine Berührung. „Tschuldigung“ – „Macht doch nichts.“ Alles was gesprochen wurde. Kribbeln auf der Haut, Schweiß auf der Stirn. Chemie ist doch nicht nur im Labor zu sehen und spüren. Heiß, kalt, schwindelig. Berührung Nummer 2, keine Entschuldigung. Sitzen, hoffen. Nachdem der vorletzte Zwischenstopp erreicht ist, wird es brenzlig. Die Bahn eilt dem Bestimmungsort entgegen, keine Zwischenhalte mehr. Wieso gibt es keine Verzögerung, wenn es mal angebracht wäre. Ziemlich egoistischer Gedanke. Der Zug kommt an, Stopp. Gepäck wieder auf den Rücken. Blick wandert zurück. Ein Mädchen bleibt im Zug, er steigt aus, in die Sonne, in den Schatten. Sie fährt weiter – allein.

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Berlin

cc-by-nc-sa Bild von Werner Kunz (werkunz1)

Berlin du wunderschöne Stadt,
die alles in ihrer Mitte hat.
Jeder Mensch und alles Wissen,
und nichts möcht ich an dir missen.

Berlin mit tausend schönen Seiten,
kann zum Verweilen nur verleiten.
Hier ist unsere Geschichte,
und wir schreiben drüber Gedichte.

Im Winter weiß, kalt und zugefroren,
Sonnenschirme im Sommer in den Boden bohren.
wer Berlin nicht mag soll gehn‘,
und nicht meckern und nicht sehn,
das es mit all seinen Fehlern und den Macken,
einläd die Koffer für immer auszupacken.

Nicht alles ist schön und bunt zugleich,
doch eine Stadt aus Gold ist lang nicht reich.
Nur wen das Wohnen selbst gefällt,
man gern hier sein Bier bestellt (oder was auch immer mundet),
und den Tag, ob Regen oder Sonne, in der Wohnung abrundet,
dann ist’s gut.

Berlin, ich find‘ dich wirklich schön,
wärst du ne‘ Frau, ich würd‘ dich nehm‘.
Würd dich fragen: „Willst mit mir gehn‘?“
Und lass dich dann nie wieder ziehn‘.

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