Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Vergangenheit’ Category

Image

copyright liegt bei de.123rf.com

Du  merkst schon,
er hat dich hier,
in tiefen Nebeln voller Gier,
in dem es keine Zukunft gibt,
weil der Moment unsterblich ist.

Du treibst dich selbst in seine Arme,
spürst das Vergessen,
spürst die Wärme,
die dich fort von allem zieht,
bis zum Morgen dir vergibt.

Aufwachen voll dumpfer Leere,
spürst die Enge jeder Vene,
und doch ist es wie Wundenküssen,
willst keine einzige Empfindung missen,
die ganze Welt, auf  einen Moment reduziert,
in dem  nur du, deine Freunde und das Glück regiert.

Read Full Post »

Jeder Tag wie deine Zeit,
mit Adventskalenderheimlichkeit.
und kleinen Dingen,
die dich daran erinnern,
warum es Fest der Liebe heißt.

Das Haus braucht keine  Lichterkettengarnitur,
nur  eine offene  Tür und Kerzenschein,
damit jeder der herein kommt weiß,
hier werde ich willkommen sein,
heut Nacht bin ich nicht allein.

So füllt sich der Raum mit tiefer Dankbarkeit,
ein jeder lernt  zu schätzen,
was es heißt  am Leben zu sein,
alle Sorgen für dem Moment ganz klein,
denn hier im Vertrauen, Vergeben  und verzeihen,
liegt selbst des Glückes Keim.

Hier  wie versprochen 2. Advent,  2. Gedicht 🙂 da ich  es morgen nicht schaffe schon ein bisschen früher. Habt  eine wundervolle Zeit.  Liebe Grüße  Tandi

Read Full Post »

Geschriebene Sätze auf weißem Papier,
Lebenszeichen, Randschraffuren,
genauer Gegensatz zu deinen seidenen Konturen,
Nichts wird nur dahingesagt,
jede Silbe hinterfragt,
weil man nur eine Chance hat.

Ansonsten beginnt alles von vorn,
neu ordnen, neu formulieren,
einmal mehr Dinge riskieren,
die man sonst nie sagen würde.

Langsam verglimmt das Licht der kleinen Kerze auf dem Tisch,
zum Schluss noch eine Unterschrift,
die frische Tinte ist verwischt,
weil es am  Ende doch nie ganz perfekt ist.

Gefaltete Gedanken,
auf einen Umschlag reduziert,
ein letzter Zweifel der sich auf dem Weg verliert,
als man das Papier zum letzten mal berührt,
und sich das Klappern der Metallplatte deines Briefkastens,
in der Stille der Nacht verliert.

Read Full Post »

Image

Copyright by Elisa Ruden

Traumluftblasen im Sommerregen,
natürliche Schneekugeln auf asphaltierten Wegen,
stetig fallender Fadenregen,
der wie ein versierter Pianist,
die Welt von selbst erklingen lässt.

Doch die Bänke bleiben leer,
Regenwanderer gibt’s nicht mehr,
weil Musik aus allen Ecken strömt,
haben sie sich daran gewöhnt,
nur wahrzunehmen, nicht zu hören,
ganz am Regen sich zu stören.

Nur manchmal spielt er für ein Kind,
das gerade erkennt,  was Regenwolken sind,
dann schlägt er ganz sanfte Töne an,
damit der kleine Mensch auch tanzen kann.

Read Full Post »

Ohne ein Wort,
wäre es nur ein Gedicht gewesen,
das von wenigen gelesen verhallt,
anklagende Worte durch alte Zähne gelallt,
ein letztes mal die Faust geballt.

Wieder Antikriegsgedicht,
wieder gegen  Gewalt,
was sind schon 60 jahre Zeit,
gegen den immer währenden Schrecken,
in Bombengestalt.

Dabei haben wir gelernt,
das der Siegende begnadigt,
und der Geschlagene verzeiht,
weil uns am Ende aller Tage Menschlichkeit vereint.

Doch ein Wort hat einen Schmerz geweckt,
der tief in alten Wunden steckt,
unsere Vergangenheit befleckt,
Deutschland wieder brauner Fleck.

Aber wir dürfen nicht schweigen,
weil wir schon einmal geschwiegen haben,
es vermieden haben, der Wahrheit ins Auge zu sehen,
ließen Völkermord geschehen.

Heut wird das getriebene Volk zum Jäger,
zum  Weltgendarm, zum Schläger,
bewaffnet  mit Absolution,
und dem Zepter des Atoms.

Read Full Post »

Es muss voran gehen – kein Halt ist möglich. Wir dürfen auch nicht zögern und ich verrate auch nicht, was überhaupt mit wir gemeint ist. Voran ist immer gut, es suggeriert mir und dir und „uns“, dass wir hier jedenfalls nicht bleiben können. Da wir auch nicht so zimperlich sein sollten, wäre es echt angenehm, wenn es möglich wäre, nicht nur ein wenig zu laufen, sondern möglichst schnell zu rennen. Doch – seien wir ehrlich – selbst das ist zu langsam. Einerseits wünschen wir uns Beschaulichkeit, doch in Wirklichkeit (was ist das denn schon wieder?) muss es noch ein bisschen was Neues geben.

Wie bitte? Die oben geschilderte Beschreibung ihres Lebensgefühls trifft nicht zu? Sie meinen, sie möchten nicht permanent auf dem Gleis gen temporären Ziel rasen und dabei auf der Strecke hier und da einige Fetzen Ruhe zum tanken genießen? Sie möchten mir erklären, Sie wären gerne ein wenig bescheidener und könnten auch damit leben, dass sich die Erde mal ein paar Tage ganz normal drehe. Das ist sehr löblich, doch dann wird Ihnen sicher auch schon bewusst sein, dass sie dazu leider nicht befugt sind.

Sie fragen, wer das wäre? Ich weiß nicht genau – vielleicht sind sie ja doch ein kleines Rädchen. Arbeiten ja fleißig an den zukünftigen Ersparnissen und der Rente und wer weiß – in ein paar Jahren haben sie vielleicht schon Kinder. Die müssen dann sicherlich auch bezahlt werden. Das ist alles sehr nachvollziehbar, deswegen lieber schnell rein in den Zug des Lebens. Wir halten erst später wieder, vielleicht sollten sie doch ihr Ticket lösen.

Ihnen wird klar, dass kein Mensch den Zug lenkt und sie eigentlich steuerlos sind? Ich bitte Sie, eigentlich ist alles in bester Ordnung, sie fahren doch schließlich. Bitte schnallen sie sich in den turbulenten Streckenabschnitten an und schnallen sie die Gürteil ein wenig enger – es geht ab- und vielleicht wieder aufwärts. Auf jeden Fall sollte es wieder vorwärts gehen.

Zurückgehen möchten Sie auch nicht? Was für ein Glück, scheint der Zug doch nur nach vorn zu fahren. Wie, sie überlegen soeben, dass es auch einen Rückwärtsgang geben könnte, sie meinen, mit ihren Füßen könnten sie ganz andere Wege gehen, abseits der doch ziemlich starren Schienen zum temporären Ziel? Sie meinen, sie wollen laufen – kreuz und quer und vielleicht auch einfach sitzen? Gar liegen in einer Hängematte?

Vielleicht sollten wir aussteigen, anhalten, umschauen. Dann können wir ja eine neue Landkarte malen.

Lied aus dem fahrenden Zug zu

Read Full Post »

(Das Bild ist leider nicht von mir gemacht Google Bilder machts möglich 🙂

Aus dem Keller hole ich den alten Apperat,
lösch das Licht und zeig dich so,
wie ich dich gesehen  hab,
knisternd rastet das erste  Dia ein,
ein junges Mädchen erstrahlt,
im blassen Lichterschein.

Du mit  wildem Pony,
du im roten Kleid,
auf der Usedomer Strandpromenade voller Fröhlichkeit,
weißt du noch in Amsterdam?
wir lagen zugedröhnt im Gras,
haben die  hellsten Sterne  nach unserer Zukunft befragt.

Dort haben wir was zusammen geträumt,
und Luftschlösser  gebaut,
manche sind wahr geworden,
so wie dieses Haus,
andere stehen auf der Wunschliste,
ist das Haar auch ganz ergraut.

Das ist jetzt alles fast 40  Jahre her,
ich träum davon selbst heute noch,
als ob es gestern wär,
es ist vielleicht nicht mehr alles so,
wie am ersten  Tag,
doch entdeck ich heut noch Dinge,
die ich an dir mag.

Ist es normal, das ich noch von dir träum,
selbst wenn du deine Macken hast,
und ich manchmal das Feld räum,
knallende Türen, harte Worte, so manche Sofanacht,
haben uns gezeigt wie man alles miteinander schafft.

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »