Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Tradition’ Category

Jeder Tag wie deine Zeit,
mit Adventskalenderheimlichkeit.
und kleinen Dingen,
die dich daran erinnern,
warum es Fest der Liebe heißt.

Das Haus braucht keine  Lichterkettengarnitur,
nur  eine offene  Tür und Kerzenschein,
damit jeder der herein kommt weiß,
hier werde ich willkommen sein,
heut Nacht bin ich nicht allein.

So füllt sich der Raum mit tiefer Dankbarkeit,
ein jeder lernt  zu schätzen,
was es heißt  am Leben zu sein,
alle Sorgen für dem Moment ganz klein,
denn hier im Vertrauen, Vergeben  und verzeihen,
liegt selbst des Glückes Keim.

Hier  wie versprochen 2. Advent,  2. Gedicht 🙂 da ich  es morgen nicht schaffe schon ein bisschen früher. Habt  eine wundervolle Zeit.  Liebe Grüße  Tandi

Read Full Post »

Aus gegebenem Anlass werde ich in diesem Monat versuchen jeden Advent ein Gedicht zu veröffentlichen das mehr oder weniger mit dem Weihnachtsfest zu tun hat. Liebe Grüße Tandroin

Soldaten hasten durch die Gassen,
Herodes hat schon soviele umbringen lassen,
weil ein Hohelied durch Bethlehem zieht,
dass die Ankunft eines neuen Königs preist,
der die Völker von Judäa unter einem Banner vereint.

Die Last wiegt schwer,
denn unter ihrem Herzen ruht ein Kind,
dessen Vater sie nicht kennt,
nur Joseph, der vor lauter Liebe blind,
floh mit ihr gen Nazareth,
um zu teilen Tisch und Bett.

Sie reisten allein mit Handelskarawanen bei Nacht,
Herodes Wahnsinn hatte die Runde gemacht,
so reichten ihr drei Fremde allerlei Arznei,
weil die Geburt nicht mehr fern sei.

Jede Türe war verschlossen,
die Nacht so bitterkalt,
als keine Gnade sie genossen,
zeigten Tiere Menschlichkeit,
legten den  Grundstein für die Weihnachtszeit.

 

Read Full Post »

Ohne ein Wort,
wäre es nur ein Gedicht gewesen,
das von wenigen gelesen verhallt,
anklagende Worte durch alte Zähne gelallt,
ein letztes mal die Faust geballt.

Wieder Antikriegsgedicht,
wieder gegen  Gewalt,
was sind schon 60 jahre Zeit,
gegen den immer währenden Schrecken,
in Bombengestalt.

Dabei haben wir gelernt,
das der Siegende begnadigt,
und der Geschlagene verzeiht,
weil uns am Ende aller Tage Menschlichkeit vereint.

Doch ein Wort hat einen Schmerz geweckt,
der tief in alten Wunden steckt,
unsere Vergangenheit befleckt,
Deutschland wieder brauner Fleck.

Aber wir dürfen nicht schweigen,
weil wir schon einmal geschwiegen haben,
es vermieden haben, der Wahrheit ins Auge zu sehen,
ließen Völkermord geschehen.

Heut wird das getriebene Volk zum Jäger,
zum  Weltgendarm, zum Schläger,
bewaffnet  mit Absolution,
und dem Zepter des Atoms.

Read Full Post »

(Das Bild ist leider nicht von mir gemacht Google Bilder machts möglich 🙂

Aus dem Keller hole ich den alten Apperat,
lösch das Licht und zeig dich so,
wie ich dich gesehen  hab,
knisternd rastet das erste  Dia ein,
ein junges Mädchen erstrahlt,
im blassen Lichterschein.

Du mit  wildem Pony,
du im roten Kleid,
auf der Usedomer Strandpromenade voller Fröhlichkeit,
weißt du noch in Amsterdam?
wir lagen zugedröhnt im Gras,
haben die  hellsten Sterne  nach unserer Zukunft befragt.

Dort haben wir was zusammen geträumt,
und Luftschlösser  gebaut,
manche sind wahr geworden,
so wie dieses Haus,
andere stehen auf der Wunschliste,
ist das Haar auch ganz ergraut.

Das ist jetzt alles fast 40  Jahre her,
ich träum davon selbst heute noch,
als ob es gestern wär,
es ist vielleicht nicht mehr alles so,
wie am ersten  Tag,
doch entdeck ich heut noch Dinge,
die ich an dir mag.

Ist es normal, das ich noch von dir träum,
selbst wenn du deine Macken hast,
und ich manchmal das Feld räum,
knallende Türen, harte Worte, so manche Sofanacht,
haben uns gezeigt wie man alles miteinander schafft.

Read Full Post »

Ein Teddybär ruht tränenschwer,
unten im Karton,
wie ist er da nur hingekommen,
der putzige Gefährte?
Die Zeit hat ihm nen Streich gespielt,
ohne das er sich wehrte.

Dabei war er schon da,
als sein Herrchen zum ersten Mal,
den eignen Namen rief,
ein treuer Nachtwächter,
der im Kinderbettchen schlief.

Nur Rock’n’Roll meint es nicht gut mit Teddybären,
so musste er seinen Platz,
für eine Plattensammlung leeren.
Nun wanderte dieses traurige Augenpaar,
in den dunklen Keller,
wartet dort seit Tag und Jahr.

Irgendwann nimmt man ihn dann,
wieder in die Hand,
und bringt ein Stückchen Heimat dorthin,
wo man keine Heimat fand.

Read Full Post »

Wir steuern immer auf irgendwas hin,
weil wir nicht sagen können,
das wir glücklich sind,
immer höher, immer schneller, immer weiter,
immer versuchen das Perfekte zu steigern.

Neue Grenzen stecken,
unsere Seele verwetten,
die Welt verändern,
und sie dann wieder retten.

Doch irgendwann fordert alles seinen Tribut,
es geht für eine Weile,
aber nie für ewig gut.

Du sollst für die Welt alles geben,
immer streben,
nie aufhören zu leben,
doch das bleibt immernoch ein Traum.

Je stärker wir versuchen perfekt zu sein,
desto mehr verschleißen wir bei dem Versuch,
reißen Seiten aus unserem Buch,
machen unsere besten Jahre zu nichte,
für ein kleines bisschen Sorglosigkeit,
ohne Gewissheit was am nächsten Morgen davon bleibt.

Dieses Gedicht ist mir spontan eingefallen als ich „Funktionieren“ von Fargurd gelesen habe. Liebe Grüße Tandi

Read Full Post »

Ich habe schon lange mit der Idee gespielt wie es wäre Goethes Erlkönig einmal komplett umzudrehen. Hier ist mein Versuch ich hoffe er gefällt euch.

Ein mechanisches Heulen zerschneidet die Nacht,
es ist in mir das Kind erwacht ,
so lange schon ein Teil von mir,
bricht hinaus ins jetzt und hier.

Von vorn trifft mich ein Augenblick,
des Vaters Stimme die dort spricht:
„Du mein liebes Kind verweile, es ist noch nicht deine Zeit,
Ich versprech dir, dass ich eile, aber der Weg ist noch so weit.“

Komm kleines Mädchen, schlafe ein,
musst nicht mehr die Starke sein,
Die Erlkönigin kann dir die Schmerzen nehmen,
musst mir nur dein Kindlein geben.

Ein Schrei entweicht aus meiner Kehle,
urtümlichstes Zeichen, dass ich lebe –
„Mein  Schatz halte durch, schöpfe Kraft,
jeder Meter lässt dich hoffen, bald, bald hast du es geschafft.“

Spürst du, wie es dich verzehrt,
deine Brut wild aufbegehrt,
quäl dich nicht länger, gib es auf,
und lass den Dingen ihren Lauf.

Gib es her, ich wills besitzen,
an den kleinen Füßen kitzeln-
Niemals werd ich mein Kind hergeben,
eher tausche ich mein eigenes Leben.

Das Kindsbett wird deine letzte Ruhestätte,
in die ich dich niederbette,
Siehst du die Ammen in den Schatten, sie warten schon,
zu stillen meinen jüngsten Sohn.

Erreicht wird die Geburtsstation,
getilgt ist aller Schmerz mit tausendfachem Lohn,
als sein erster Schrei erklingt,
getauft durch der Liebe reine Tränen,
schenken ihm ein langes Leben.

Read Full Post »

cc-by-nc-sa, Foto von mr.gears

Es ist Urlaubszeit, frei und ungezügelt,
fliege ich mit Hemd und Hose glatt gebügelt.
Ich möchte mich ins Hotel legen,
möchte mich nicht vom Pool wegbewegen.

Vier-Sterne-Vollpension,
hier möcht ich im Urlaub wohn.
Nicht an den Strand, nicht weg vom Getränkestand,
ausm Fenster das Handtuch werfen – unerkannt.

Ich mache Fotos, von uns beim Essen,
während wir gemeinsam Pommes essen,
danach gehen wir essen, irgendwo in der Stadt,
denn das gute Touri-Essen haben wir noch nicht
satt.

Danach weiter, ich möchte noch einkaufen,
deswegen werden wir die Einkaufspromenade langlaufen.
Da vorne ist Mediamarkt, ich brauche noch ne Speicherkarte,
weil ich sonst so lange auf das Übertragen der Fotos auf meinen
Laptop (den ich nur mitgebracht habe, damit ich allen schon mal Bescheid geben kann, dass der Urlaub wirklich super geil ist und ich schon am ersten Abend voll den Absturz hatte (alles halb so wild, ich konnte mich gleich wieder in der Poolliege ausruhen)) warte.

Mein Chef hat mir geschrieben, er wünscht mir schöne Ferien,
heute regnets draußen ich schau lieber ein paar Serien,
danach holt uns der Bus ab, setzt uns am Boot ab,
das legt vom Steg ab und ankert im Meer.

Viele meiner Freunde gefällt es, dass ich im Urlaub bin,
das schreiben sie seit Tagen, ich schreibe noch
schnell Postkarten und es auch meiner Restfamilie zu verraten.

Am Ende des Urlaubs, ich glaub es kaum,
endlich der langersehnte Traum. Ich treffe ein Mädchen – stockbesoffen.
Ich erzähle ihr wie toll ich bin und darf endlich hoffen. Sie sieht nicht niedlich aus, stelle ich später fest, sie kommt ausm Nachbarort, ich kenne sie schon eine Weile und irgendwie finde ich es trotzdem gut, dass wenn ich in die Ferne fahre, trotzdem fast alles so ist wie zu Hause.

Aldi, Lidl, Edeka, bei allen drein war ich schon da.
Hab mich eingedeckt für den Bootstrip, für den Sauftrip, für die Serien.
Außerdem war ich bei McCafé, das sieht voll anders aus an der Südsee,
die haben wir nen Mediterranen Burger, voll genial – ich freue mich aufs nächste Mal.
Außerdem gibt es hier, wunderbares deutsches Bier, deutsches Fleisch und deutsche Mädchen – im Urlaub ein wichtiges Rädchen.

Ich will nicht das was neues kommt, am Ende bin ich unzufrieden,
ich will genau wie du, nur zu Hause rumliegen. Ich will das Alte
kennenlernen, will das neue wissen, am liebsten aus der
Flimmerkiste, live ist es beschissen.

Denn manchmal drei Kilometer weiter,
beginnt schon der Urwald, und hier wird es urkalt,
kein Empfang fürs Telefon, der Laptop kriegt kein Strom,
und auch die Menschen sehen anders aus, weil
die in Armut wohn.

Das brauche ich nicht wirklich wissen, sehen oder hören,
ich möchte alleine sein,
im Urlaub soll mich keiner stören.

cc-by-sa, Foto von jphintze

 

 

(beim Titel bedanke ich mich für die Inspiration durch K.I.Z und deren neues Album „Urlaub fürs Gehirn“)

Read Full Post »

Warum ist die Liebe ein Geschenk,
das immer nur ein Mensch empfängt,
obwohl sie doch zu groß ist,
um sie allein zu fassen.

Lernt man jeden zu lieben,
wie diesen einen,
kann man mit jedem,
etwas besonderes zu teilen.

So wird man selber zur Quelle,
für alles Gute,
gönnt seinem Herzen,
keinen Augenblick Ruhe,
denn man trägt Verantwortung,
Familie beruht nicht auf einer Beziehung aus Blut,
sondern auf dem was man für andere tut.

Kommt auch die Nacht,
mit ihren Schatten,
dem Sirenengesang der im dunkeln Tappenden,
ist es doch nur ein schwacher Widerhall,
vom Klang des Lachenden.

Read Full Post »

In den dunkelsten Stunden,
wird oft das größte Glück gefunden.
wenn dir alles genommen wird,
fühlst du,
wie alles ,
das vorher so unglaublich wichtig war verblasst.

Eine warme Mahlzeit,
und die Gewissheit,
das die, die du liebst,
gesund und am leben sind,
hatte vorher in deinen Wünschen überhaupt keinen Platz,
heute ist es der Einzige,
den du noch hast.

Man kann seinem Schicksal nicht entgehen,
es nur für sich annehmen,
und als Herausforderung verstehen,
um immer wieder aufzustehen .

Die Kunst des Lebens ist es,
im Angesicht des Unterganges,
das Lachen nicht zu vergessen.

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »