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Archive for the ‘Philosophie’ Category

Das Schöne

Es gibt es, da bin ich mir sicher. Wo es zu finden ist, wirst du fragen. Ja, im Schönen natürlich. Das soll schon alles sein, könnte deine fragende Antwort lauten. Ja, im Schönen, werde ich dir grinsend ins Gesicht sagen. Aber wer sagt denn, was schön ist? – wäre vielleicht deine nächste Frage. Ich weiß es nicht, aber ich weiß was schön ist. Damit hast du dir widersprochen, könnten deine nächsten Worte sein. Nein, denn ich weiß nur, was schön ist. Ich weiß es für dich nicht ganz und für andere kann ich es nur vermuten, aber ich weiß was schön ist. Dann sag es mir! – forderst du mich vielleicht auf. Ich will es versuchen:

Schön ist vieles und wenig zugleich. Schönes kann klein und groß sein. Abstrakt oder ganz real, es besteht in vielen Farben und manchmal gibt es kein einziges Bild zu betrachten. Schönes ist hell und dunkel. Schönes hat auch immer ein Gegenteil und das kann ich bei anderen beobachten. Nein, ich meine damit nicht, dass alle anderen mein Schönes nicht schön finden. Aber ich kann erahnen, was andere nicht schön finden, eben weil sie es sagen oder weil sie andere Dinge schön finden.

Manche spielen gern mit Abzügen, mit Drähten oder mit den Tasten auf dem Computer, andere sehnen sich nach Licht und einem Mikrofon und wollen sprechen und gehört werden. Wieder andere reduzieren, wollen Licht und Wärme, Essen und Freizeit, andere verdonnern das.

Verstehst du was ich sagen möchte? Es gibt in jedem Schönen auch das Gegenteil, weil es nur zusammen existieren kann. Aber dadurch kann ich dir nicht sagen, was für dich schön ist. Für mich ist Fahrradfahren schön.

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Es gibt keine Wahrheit.

Es gibt deine, es gibt meine, es gibt unsere und es gibt ihre.
Grenzen hier und dort.

Es gibt deren, es gibt deren falsche und unsere falsche.
Es gibt also keine richtige.

Irgendwie einigen wir uns. Worauf?
Oder worauf nicht?

Deine ist richtiger als meine, wenn du mir erzählen kannst,
wieso deine falsch ist.

Stillstand scheint nicht möglich, zurück?
In der Zeit jedenfalls nicht.

Es ist viel, vielleicht. Was bedeutet mein Wissen, wenn ich es nicht erzählen darf?
Sachzwänge.

Sachzwänge, so funktioniert auch das Alphabet,
oder Politik, oder Wirtschaft, oder Rassismus.

Oder Kapitalismus, Hass.
Woher kommt das, es gibt doch was gemeinsames?

Und trennendes, irgendwie. Ich glaube an etwas, woran kann ich nicht schreiben.
Ich kann es vielleicht nicht denken, doch können wir suchen und bleiben.

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Hier der erste Text im neuen Jahr. Ich hoffe ihr haltet uns auch  weiterhin die Treue Liebe Grüße Tandi  Copyright fürs bild liegt den Machern des Films Labyrinth 1986

Hab mich vielzu oft verlaufen,
war beinahe  maulwurfblind,
trag den Plan wohl auf dem Rücken,
das ich ihn ja nicht find.

Durch mein Labyrinth irrt ein kleines Kind,
das fragt wozu all die Wege sind,
ob es stimmt, wie der letzte Satz im Märchen klingt.

An den Wänden hängen Bilder,
von jeder durchlachten Nacht,
die so oft den braven Trinker sicher nach Haus gebracht.

Es weht ein lauer  Sommerwind,
durch Bücherinnenseiten,
die nur  den Weg in  soviele andere Welten zeigen,
laden zum verweilen ein,
locken mit wundervollen Worten,
und einem Humpen rotem Wein.

Wenn sich dann ganz unbemerkt,
die Welt weiterdreht,
damit man beim wieder aufschauen nicht weiß wie es weitergeht.

Am Wegesrand steht ein Mädchen,
mit brünettem Haar,
erzählt von einer Liebe,
die ich so nie sah,
weil mein Kopf so voller Mauern  war.

Von irgendwo erklingt ein Lied,
dessen Text  mir im Gedächtnis blieb,
Es gibt nur einen Weg durch dein Labyrinth,
und der ist für dich vorherbestimmt,
zweifle nicht, denk ab und an ans Glück,
das ist deine Geschichte,
dein Weg zum Ende und zurück.

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Midnightdub – Authist & Dub One! (zum anhören, anklicken)

Es surrt nur der Wind, es knacken Blätter und Äste,
Tau läuft schon die Gräser hinab.
Hier ruht nun alles oder es fallen die Feste.

Ruhig ist der See oder laut ist das Feuer,
der neue Tag beginnt.
Neuer Tag und neues Ungeheuer.

Wir wissen nicht was morgen wird,
und schlafen, wandern, fluchen.
Wir rasten niemals einfach,
bis wir nicht finden, was wir suchen.

Kälte kriecht die Füße hinauf,
die kleinen Härchen sträuben sich.
Es so kalt, doch auch so schön.
Hab keine Angst, doch fürchte dich.

Mitternacht und Geisterstunde wecken manche Fantasie,
doch auch mancher Weltenbummler,
verstummt und steht: vor lauter Poesie.

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Das macht man nicht, das behandelt man anders.
Das ist nichts für dich, gib her – ich kann das.
Das ist nichts für Erwachsene.

So geht das nicht, wie sieht denn das aus?
Wo gehen wir hin, wie kommen wir hier raus?
Das schaffen auch nur Erwachsene.

Wie das schon wieder aussieht,
wenn hier nicht bald was rausfliegt,
ist das nur was für Erwachsene.

Wer räumt denn jetzt die Trümmer fort?
Wer macht denn nun die Erde zu einem schönen Ort?
Das ist wohl nichts für Erwachsene.

Erwachsene sind seltsam, sie kleiden sich so einsam.
Immer schöner, besser weiter, als die ganzen Wegbereiter.
Die Spielkameraden tragen auch nur Anzüge, Krawatten
die sie seit sie denken können, nicht mehr abgelegt hatten.

Erwachsensein ist super, endlich ist es vollbracht,
jeder Gedanke ist berechtigt und alles voller Macht.
Am besten noch der erste auf dem Klettergerüst für
große Menschen.

Leg dich doch mit Großen an, haben sie gelehrt – die Kleinen.
Sollten die Großen auch mal tun und uns nicht immer anleinen.

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Dieses feine, kleine Kraut, wächst hüben wie drüben.
Mensch findest zwischen Blumen, zwischen Kraut und Rüben.
Wir sammeln es und trocknen, wir werden es genießen,
solln Wolken und Sonne diesen Schatz pflegen als auch gießen.

cc-by-sa, Photo von einalem

Grüne, feine Blätter, gezackt wie Messers Schneide,
ich setz mich mit der Tasse, sitze hier und bleibe.
Ruhe mit Wärme an meinen beiden Händen,
lasse den Blick schweifen, vom Fenster zu den Wänden.

Setze die Tasse an, Duft strömt mir entgegen,
ich werde später noch einmal,
Pfefferminze ins Wasser legen.

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Warum ist die Liebe ein Geschenk,
das immer nur ein Mensch empfängt,
obwohl sie doch zu groß ist,
um sie allein zu fassen.

Lernt man jeden zu lieben,
wie diesen einen,
kann man mit jedem,
etwas besonderes zu teilen.

So wird man selber zur Quelle,
für alles Gute,
gönnt seinem Herzen,
keinen Augenblick Ruhe,
denn man trägt Verantwortung,
Familie beruht nicht auf einer Beziehung aus Blut,
sondern auf dem was man für andere tut.

Kommt auch die Nacht,
mit ihren Schatten,
dem Sirenengesang der im dunkeln Tappenden,
ist es doch nur ein schwacher Widerhall,
vom Klang des Lachenden.

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