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Archive for the ‘Krieg’ Category

Ohne ein Wort,
wäre es nur ein Gedicht gewesen,
das von wenigen gelesen verhallt,
anklagende Worte durch alte Zähne gelallt,
ein letztes mal die Faust geballt.

Wieder Antikriegsgedicht,
wieder gegen  Gewalt,
was sind schon 60 jahre Zeit,
gegen den immer währenden Schrecken,
in Bombengestalt.

Dabei haben wir gelernt,
das der Siegende begnadigt,
und der Geschlagene verzeiht,
weil uns am Ende aller Tage Menschlichkeit vereint.

Doch ein Wort hat einen Schmerz geweckt,
der tief in alten Wunden steckt,
unsere Vergangenheit befleckt,
Deutschland wieder brauner Fleck.

Aber wir dürfen nicht schweigen,
weil wir schon einmal geschwiegen haben,
es vermieden haben, der Wahrheit ins Auge zu sehen,
ließen Völkermord geschehen.

Heut wird das getriebene Volk zum Jäger,
zum  Weltgendarm, zum Schläger,
bewaffnet  mit Absolution,
und dem Zepter des Atoms.

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Text.
Gedanken.
Chemische Prozesse.

Große Mikroskope.
Bildschirme voller Zahlen.
Interpretierende Forscherinnen.

Philosophische Interpretationen.
Hitzige Diskussionen um Wahrheiten.
Gewaltsame Auseinandersetzungen um Richtigkeit.

Fehler – Fehler – Fehler.

Neuanfang.
Was und was nicht?
Beobachten, Beobachten, Beobachten.

Beobachten
Markieren und Bezeichnen.
Selektion.

Information.
Komplexität reduzieren.
Auswahl der Informationen.

Mitteilung.
Komplexität reduzieren.
Selektion der Mitteilungen.

Verstehen.
Komplexität reduzieren.
Verstandenes annehmen oder ablehnen?

Herzlich willkommen, es reicht nicht mehr aus – wir wissen nicht worum es geht, wir haben keine Ahnung. Kein Sender, kein Empfänger, keine*r pflanzt. Verstehen dürfen wir und ihr noch zusammen alleine, aber was und wie und warum? Keine Ahnung, das habe ich nicht  verstanden. Im Kreis drehen geht nicht – Zeitdruck, Kommunikationszwang, Entscheidungsmöglichkeiten. Entscheidung, Entscheidung, Entscheidung. Auswahl, was, wieso, wann, warum jetzt und nicht wann anders? Sinn nur als Sinn, alles andere ist Unsinn. Das macht dann Sinn.

Die Erde ist keine Scheibe.

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Zu oft, zu lang, zu grausam, das waren die Lehren der westlichen Welt.
Zu wichtig nahm sie sich selbst, ob in Politik mit Krieg oder Wirtschaft und Geld.
Nicht mehr belehren heißt auch selbstkritisch sein dürfen und müssen,
und nicht immer nur die Stiefel von Wissenschaftlern und Politikern küssen.

Denn nicht diese, meist weißen und reichen, Herren haben die Wahrheit gefressen,
meist sind es jene, verrucht und verräterisch, die sich und alles im Nutzen, in Nation, in Glaube nur messen.
Und ist geschürt, der rühmliche Hass auf alles andere und scheinbar Unrichtige,
kommt sie hervor, die eklige, die hässlich und grässlich wichtige
Belehrung.

_

Märkte öffnen, privatisieren,
mit modernstem Kriegsgerät aufmarschiern‘,
Renten kürzen, Konsum anregen,
die Korruption zur Tür rausfegen,
demokratischer werden auch gegen die Wähler,
ja schön brav arbeiten, immer und schneller.

_

Nicht mehr belehren.
Nicht mehr ewig den Besseren spielen,
dabei nur auf den Vorteil schielen.
Nicht mehr belehren und nicht mehr befehlen,
nie mehr herrschen und nie mehr quälen.

Mit Hilfen, mit Geldern,
mit Komissaren und Paketen,
mit Technokraten und gekauften Wählern.

Nicht mehr belehren und dabei beherrschen,
nie mehr.

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Entschuldigen Sie, meine feinen Herren und Damen.
Ich habe nichts zu essen, kein Dach über dem Kopf.
Ich bitt‘ sie nur um eine kleine Spende,
und entschuldigen sie mich abermals,
ich bin ein armer Tropf.

Nur ein Brot, etwas zu trinken, eine Bleibe für die Nacht.
Ich möcht sie nicht weiter stören, vielen Dank.
Ich hoffe, ich habe ihnen keine Umstände gemacht.

__

Hast du den gesehen, mein lieber Mann,
dem kann ick leider nichts geben.
Zum Glück zieht er nicht die Fliegen an,
ich muss doch auch von was leben.

Stimmt schon alles was du sagst, keine Frage.
Wir wollen doch alle noch nicht ins Grabe.
Drum sind wir lieber zu ihm gemein,
das kennen wir schon von oben.

Er wird schon finden, die himmlische Ruhe,
wir müssen uns täglich schinden.
Während er unter Brücken sein dasein fristet,
wird uns die Arbeit binden.

Drum helfen wir lieber den oben,
mit unsrer Täglich Schund,
die Armen hier unten verlieren wir
und unsre Finger sind wund.

Nicht von der Arbeit, die passiert per Computer,
nicht von der Last der Maschinen,
wir sollen heute noch kaufen und bücken
und unsre Technik bedienen.

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I. Lasst uns erfinden, die perfekte Welt und lasst sie erbeben, wovon sie erzählt. Sie zeitigt sich, sobald sie geschaffen und wird nicht regiert, von grausamen Affen. Nicht die Menschen, als zivilisierte Wesen, nichts ist mehr von ihnen zu lesen. Es gibt ihn nicht, den Mensch allein, denn nichts auf der Welt kann alleine Sein. Grenzen, gedachte, sind gut zum bestimmen, zum teilen und herrschen, zum erforschen und gewinnen. Doch darüber hinaus ins tiefe Nichts, wo niemand je geblickt, dorthin wo nichts scheint und alles verborgen, dorthin haben sie uns geschickt.

II. Nun wollen sie teilen, das Brot und das Geld, zerteilen die Wirtschaft, zerteilen die Welt. Sie ziehen kleine Linien über kleine Karten und freuen sich, wenn Menschen dann warten, an stählernden Zäunen und graufahlen Mauern und warten und warten. Sie wollen erforschen, wo alles begann und sehnen sich nach dem einen Anfang. Sie bemerken nicht, sie sehen nicht, was sie nicht sehen wollen und was nicht sehbar ist.

III. Nun werden sie wütend und schweißen zusammen, was erst getrennt und nun verrammelt. Nicht alles, nur größer und weiter und schöner und höher und besser – das soll es sein. Sie werden nicht warten, sie werden nicht rasten und sehen am Ende, sie sind nicht allein.

IV. Vor vielen Jahrtausenden da gab es schon Wesen, die wussten, sie sind nicht allein. Sie wussten, die Erde ist nicht für die Menschen, für Tiere und Pflanzen gezaubert – und doch hat es so lang gedauert. Doch herrschen wollen sie trotzdem, die Weißen, sie wollen nicht teilen.

V. So ziehen sie weiter und härter am Strang, denn Ordnung muss sein und Europa sei Dank. Sie verlieren den Faden und bauen sich neue und beginnen die Geschichte, wo sie doch schon begann.

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cc-by rosmary

Ich will nicht mehr schreiben, wenn es doch nichts bringt.
Wieso sollte ich schreiben, wenn die Wörter nur Wörter sind?
Was hat es für eine Bedeutung, wenn sie nur gelesen werden?

Ist es nicht gerade dass, was wir nicht sagen, nicht schreiben können?
Schreiben ist egoistisch, wieso schreiben die Finger?
Sie schreiben Dinge, die schreibbar sind.

Ist das nur eine Kritik an der Schrift?
Ist es nur die Schrift?
Oder ist es mehr?

Es brennen die Finger, die wollen etwas tun,
sie wollen schreiben, dass es besser wird.
Doch was erreichen sie?

Es gibt wahrlich große Bücher, von irgendwelchen Menschen.
Sie schrieben von Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit.
Von einer Gesellschaft, die sich nicht mehr hasst.

Doch geworden ist nichts daraus, nein.
Es gibt auch die anderen Schriften,
die nicht diese Geschichten erzählen.

Es gibt viel mehr als Schrift, Ton und Film.
Es gibt mehr als Stimmen, Tinte und Papier.
Doch wo und wie geht es?

Ich weiß es nicht, aber egoistisches Schreiben
das kann es nicht sein, das kann nicht bleiben.
Es wird doch nur weitergeschrieben.

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Heute gibt es nichts Gutes zu berichten, heute lässt sich leider nichts Gutes dichten. Es gibt Geschichten über Liebe, Natur und bunte Leben – doch dieses wollen sie uns nicht geben.

Geld kostets alle zu ernähren, Geld kostet unser Wohlstand.
Geld, das wir ihnen verwehren, Geld bleibt in unsrer Hand.
”Illegale” heißen sie, übers Meer ins Paradies.
Europa will euch nicht, wir sind nicht gütig, wir sind fies.

Nutzen eure zermürbten Hände, für die Kinder keine Ruh.
Wir aalen uns in Reichtum, und der Grund dafür bist du.

Ja – du Ausländer, das ist dein Problem.
Wir wollen dein Elend hier nicht sehn.

Essen was die Mühlen mahlen, konsumieren wie die Wilden.
Machen uns das Leben bunt und reisen in die Welt.
Doch setzen wir uns Masken auf, wir geben heut die Milden.
Haben ein paar Kröten über – retten wir euch, sind wir der Held.

Armut kennen wir nicht, denn alle sind sie Freunde.
Wir sind stolz auf unsre schöne Gemeinde.
Alle Menschen der ganzen EU, sehen euch armen
Würsten zu – wie ihr vor der Mauer hungert.

Verallgemeinern wollen wir nicht, das ist unsre Bürgerpflicht.
Doch alle die nicht den Reichtum mehren, die von unsren Werten zehren, sollen sie sich dort und nicht hier vermehren.

Alle reden von einer Welt – wir nicht. Wir sind die Welt.

__
Danke EU, danke für mehr Zäune in Griechenland, mehr Polizei, mehr Kameras, mehr Steuern, mehr gebrochene Versprechen, mehr nicht beachtete Bürgerrechte in allen Ländern, danke für salonfähigen Ausländerhass, danke für etliche Subventionen, danke für keine Alternativen, weil alles alternativlos ist. Danke für Geheimverträge der Demokratie, danke für mehr Bundeswehrbeteiligung, danke für eure Wortgewalt, danke für die katholischen Missbrauchsfälle, danke für Ausländerpauschalisierungen, danke für Zensur, danke für 2010. Danke, dass ihr uns regiert. 2011, los gehts.

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Wenn jemand dich verletzt,
dich wiedermal verbal zerfetzt,
präge dir diesen Grundsatz ein :
Wer andere laut kritisiert,
kann mit sich selbst nicht glücklich sein.

Drum übe dich in Mtgefühl,
sei Sieger in des andern Spiel,
obwohl du nicht gewonnen hast.

Denn wer ehrlich kritisiert,
nimmt seinen gegenüber an die Hand,
versucht zu verstehen,
was er bisher  nicht erkannt.

Aufdass dein Kritiker dein bester Lehrer sei,
und ihr nicht als Feinde geht enzwei.

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Es war ein mal ein König, ganz für sich allein. Um ihn herum sein Hofstaat, prunkvoll, nicht zu klein. Es saß auf seinem Throne und regierte gern, in seinem kleinen Reich war er der hellste Stern.

Und auch seine treu’n Vasallen, liefen für ihn blind, bei zu großen Festen, eilten sie geschwind. Des Königs große Bürde, war sein ganzer Stolz. Denn nicht nur  Thron und die Balken war’n aus morschem Holz.

In vielen vielen Jahren, kam und ging der Krieg. Die Bürger mussten zahlen, für jeden errungnen Sieg. Doch nicht nur mit ihrem Leben, sondern noch viel mehr, denn es ging wie immer – um des Königs Ehr.

So war der Krieg beendet und alles schien vorbei, da ward der nächste Feind geboren, die Menschen nicht mehr frei. Die Söhne mussten dienen, in der Armee der Liebe. Die Mägde mussten spurten, sonst setzen Herren Hiebe.

Es kam einmal ein Harlekin zum Tor der Stadt hinein. Er setze sich auf den Hosenboden und man bat ihn herein. Dort spielte er ein Reigen, auf den höchster aller Männer – der König war schon immer ein guter Musikkenner.

Doch dieser schlaue Bursche, wollte mehr als singen. Er wollte auch den Menschen endlich Frieden bringen. Drum sang er froh und heiter, des nächtens sucht er weiter.

Nicht lange musst er suchen, denn auch die Diener fluchten. Und sie wurden fündig, und das nicht zu knapp. Der Harlekin zog weiter und an des Königs Sarg.

Nun kam es wie es kommen musst – die Menschen hatten’s nicht gewusst. Welche große Pakterei brach viele Familien entzwei. Der Hof blieb meist unversehrt, das Geld und Ruhm hat sich vermehrt.

Nun begann die Jagd, der Harlekin war dran. Der er war es, der ein Liedchen sang. Von dunklen Intrigen, sie sonst im Dunkeln liegen. Er hat das Licht gebracht – und Feuer schnell entfacht.

Das Völkchen wollte wissen, wieso sie Fahnen hissen für einen alten Mann, der nicht mal reiten kann. Und so wurde es brenzlig, für Könige zu heiß – denn jeder Verrat am Bürger hat auch seinen Preis.

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Wikileaks for Freedom.

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Ein junger Mann liegt im warmen Wüstensand,

das Spielzeug seines Sohnes immernoch in der Hand,

Er fängt an zu zittern und fühlt es genau,

das Feuer ,die Hitze,den Schmutz und den Rauch,

Wo ist nur sein Vater, sein Kind und seine Frau.

 

Panzer rollen durch schmale Gassen,

Menschen  werden weggeschossen,

jetzt liegt sein Dorf komplett ausgebrannt,

er fragt sich was will der Rest der Welt,

mit diesem kargen Wüstenland.

 

Dann wird er ganz ruhig und denkt,

wie ist das möglich?,

erst wollten Sie nen Brunnen bauen,

jetzt endet alles tödlich.

 

Dabei ist er diesem Morgen,

wie an jedem anderen aufgewacht,

hat lächelnd Frau und Kind begrüßt,

und die Kühe raus gebracht.

 

Ein Grollen, wie ein Donnerschlag,

zerbricht den aufstrebenden Tag,

von fern sieht man ein Flammenmeer,

Schreie hallen ringsumher,

und das Atmen fällt ihm schwer.

 

Blitzschnell geht er nach Haus zurück,

berichtet was geschehen ist,

seine Frau schaut ihn an ,

sagt das Sie ihn nicht gehen lässt,

doch er meint es sei doch nur ein Feuer,

und wenn alle helfen,

dann wird es schnell besser ,

 

Das war sein größter Fehler,

was ist das nur für eine Welt,

westlich von dieser,

in der Menschen sowas tolerieren ,

einfach Orte von der Landkarte zu radieren,

selbst wenn die Bewohner friedlich kapitulieren.

 

Er kämpft gegen eine Welt,

die alles tut für Geld,

und das Leben nicht mehr schätzt,

wenn es sich gegen Wirtschaftsinteressen setzt.

 

Wenn Mörder alle töten,

die um ihre Taten wissen,

wird niemand  Gelegenheit haben,

die Opfer zu vermissen.

 

 

So wird ein einfacher Mann,

zum gefürchteten Taliban,

Sei dir gewiss,

das des einen Terroristen,

des andern Freiheitskämpfer ist.

 

Hier mal wieder ein neues Gedicht das von einem Song von Fettes Brot inspiriert wurde (An Tagen wie diesen).  ich hab mir gedacht wie es wäre wenn man den song in eine andere Perspektive bringt . ich hoffe es gefällt euch 🙂

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