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Archive for the ‘Gewalt’ Category

Ein altes Brett, das hin und herschaukelt im Wind,
leise quitscht es bis ein Kind, sich drauf setzt,
und aus ganzer Seele schwingt,
schließt die Augen, spürt den höchsten Punkt,springt,
dorthin wo schon 1000 Fußstapfen getreten sind .

Abends dann zum Nachtigalllied,
werden Liebende gewiegt,
sodass in jedem Kettenglied,
ein zurückgelassenes Versprechen liegt,
ineinander zu greifen und etwas zu tragen,
zusammen die Reise ins Unbekannte zu wagen.

Morgengrauen Faust geballt,
lässt er sich fallen im Eisenkettenglitzerwald.
Lehnt sich nach hinten,
zieht die Beine in die Luft,
Ist jemand da wenn er jetzt um Hilfe ruft?
Oder wird sein Name nur noch einmal erwähnt,
wenn  er einsam mit der Whiskeyflasche in den Todesanzeigen steht

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Wasser umspült die nassen Füße,

der Mond steht noch in voller Blüte,

Blicke fallen müde auf das kleine Fischerboot,

es gibt kein Brot mehr, nur noch Hoffnung,

leise werden Gebete gesprochen.

 

Ein kleiner Motor bäumt sich auf,

gegen Wellengang und Weltenlauf,

kein Laut, sonores Rauschen,

langsam in die Dunkelheit eintauchen,

in der es keine Grenzen gibt,

weil sich der Horizont mit dem Meer zu einem tiefen blau vermischt,

aus dem es keinen Rückweg gibt.

 

Früher hatte ein Mann mal einen Traum,

und nahm  ihn mit ins Grab,

heute stirbt dieser Traum jeden Tag,

mit jedem Vater, jeder Mutter, jedem Kind,

die das Mittelmeer verschlingt,

weil Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit doch nur schöne Wörter sind.

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Ohne ein Wort,
wäre es nur ein Gedicht gewesen,
das von wenigen gelesen verhallt,
anklagende Worte durch alte Zähne gelallt,
ein letztes mal die Faust geballt.

Wieder Antikriegsgedicht,
wieder gegen  Gewalt,
was sind schon 60 jahre Zeit,
gegen den immer währenden Schrecken,
in Bombengestalt.

Dabei haben wir gelernt,
das der Siegende begnadigt,
und der Geschlagene verzeiht,
weil uns am Ende aller Tage Menschlichkeit vereint.

Doch ein Wort hat einen Schmerz geweckt,
der tief in alten Wunden steckt,
unsere Vergangenheit befleckt,
Deutschland wieder brauner Fleck.

Aber wir dürfen nicht schweigen,
weil wir schon einmal geschwiegen haben,
es vermieden haben, der Wahrheit ins Auge zu sehen,
ließen Völkermord geschehen.

Heut wird das getriebene Volk zum Jäger,
zum  Weltgendarm, zum Schläger,
bewaffnet  mit Absolution,
und dem Zepter des Atoms.

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Zu oft, zu lang, zu grausam, das waren die Lehren der westlichen Welt.
Zu wichtig nahm sie sich selbst, ob in Politik mit Krieg oder Wirtschaft und Geld.
Nicht mehr belehren heißt auch selbstkritisch sein dürfen und müssen,
und nicht immer nur die Stiefel von Wissenschaftlern und Politikern küssen.

Denn nicht diese, meist weißen und reichen, Herren haben die Wahrheit gefressen,
meist sind es jene, verrucht und verräterisch, die sich und alles im Nutzen, in Nation, in Glaube nur messen.
Und ist geschürt, der rühmliche Hass auf alles andere und scheinbar Unrichtige,
kommt sie hervor, die eklige, die hässlich und grässlich wichtige
Belehrung.

_

Märkte öffnen, privatisieren,
mit modernstem Kriegsgerät aufmarschiern‘,
Renten kürzen, Konsum anregen,
die Korruption zur Tür rausfegen,
demokratischer werden auch gegen die Wähler,
ja schön brav arbeiten, immer und schneller.

_

Nicht mehr belehren.
Nicht mehr ewig den Besseren spielen,
dabei nur auf den Vorteil schielen.
Nicht mehr belehren und nicht mehr befehlen,
nie mehr herrschen und nie mehr quälen.

Mit Hilfen, mit Geldern,
mit Komissaren und Paketen,
mit Technokraten und gekauften Wählern.

Nicht mehr belehren und dabei beherrschen,
nie mehr.

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cc-by rosmary

Ich will nicht mehr schreiben, wenn es doch nichts bringt.
Wieso sollte ich schreiben, wenn die Wörter nur Wörter sind?
Was hat es für eine Bedeutung, wenn sie nur gelesen werden?

Ist es nicht gerade dass, was wir nicht sagen, nicht schreiben können?
Schreiben ist egoistisch, wieso schreiben die Finger?
Sie schreiben Dinge, die schreibbar sind.

Ist das nur eine Kritik an der Schrift?
Ist es nur die Schrift?
Oder ist es mehr?

Es brennen die Finger, die wollen etwas tun,
sie wollen schreiben, dass es besser wird.
Doch was erreichen sie?

Es gibt wahrlich große Bücher, von irgendwelchen Menschen.
Sie schrieben von Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit.
Von einer Gesellschaft, die sich nicht mehr hasst.

Doch geworden ist nichts daraus, nein.
Es gibt auch die anderen Schriften,
die nicht diese Geschichten erzählen.

Es gibt viel mehr als Schrift, Ton und Film.
Es gibt mehr als Stimmen, Tinte und Papier.
Doch wo und wie geht es?

Ich weiß es nicht, aber egoistisches Schreiben
das kann es nicht sein, das kann nicht bleiben.
Es wird doch nur weitergeschrieben.

(mehr …)

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Die 4 Oberhäupter aller Religionen,
sollen gemeinsam ein Boot bewohnen,
damit Sie voneinander lernen,
miteinander umzugehen.

Ein jeder soll lesen des andern Schrift,
und nur entnehmen,
was mit der eigenen gemeinsam ist.

Daraus wird dann ein Gesetz gemacht,
das Frieden gibt,
und Liebe schafft,
Irgendwann lacht irgendwo  ein Kind,
wie Menschen doch 2000 Jahre blind,
wo Kriege doch so sinnlos sind.

 

Manche Gedichte brauchen ihre Zeit. Anlässlich der Islamkonferenz wollte dieses kleine aufgeschrieben werden :o)

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Wir zahlen den Preis,
für unsere eigene Unzulänglichkeit,
wenn man sich verbrennt,
kühlt man die Hand,
brennt die Welt,
erwacht der Verstand,
wie ein allein gelassenes Kind,
in panischer Angst vor der Hilflosigkeit,
und dem endlosen Nichts,
das ihm entgegenschweigt.

Wenn man geht,
hinterlässt man immer etwas Totes,
auch ich war Mensch,
wusste was das 2 Gebot ist,
mein Nächster, Kind,
bist du ,
komm schließe beide Augen zu,
denn die Nacht legt sich über die Welt,
und wird von anderen Dingen als Licht erhellt.

Diesmal ist es nicht nur mein Leib,
auch dein Planet ist in diesem Bunde vereint,
Weine nicht,
kurz ist dein Leid,
Wir, Wesen ohne Beständigkeit,
sind im Tode wieder vereint.

Dies ist der erste Teil eines Zwillingsgedichtes, Ich hoffe es bringt unsere Leser zum Nachdenken. Was meint ihr ist es zu pessimistisch? Ich freu mich auf Comments lg tandi

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Wochenende

Wir

 

Die

Früh aufstehen, Zähne machen, Kopf putzen, in die Schuhe. Schnell das Toast runtergeschlungen, in die Bahn, Kopfhörer rein und Ruhe.

 

Früh aufstehen, essen holen, auf die Stube, waschen gehen. Morgeninspektion mitmachen und dann graue Wände sehen.

Ich bin endlich angekommen, Bahn war völlig überfüllt. Heute sieht es traurig aus, mein Schreibtisch – in Arbeit eingehüllt.

 

Nachdem die Prozeduren wandern, sitz ich auf dem Bett und lese. Heute darf ich raus gehen, einmal schnell die Sonne sehen.

Es ist Mittagspause – schnell. Ich renne um die Ecke, schnell Fastfood kaufen und ich stehe in der Menschenkette.

 

Mittag gibt es wieder Suppe, dazu ein Stück Brot, ich setze mich hastig hin, schlinge in meiner Not.

Ich bin am Schreibtisch eingeschlafen, es ist doch schon viel zu spät. Ich schalte schnell das Licht aus und bin der Letzte der geht.

 

Ich drehe heute meine Runde, wachsam nehme ich sie auf – die Details ich erkunde und alles nimmt seinen Lauf.

Angekommen bin ich endlich, frei und friedlich vorm TV, jetzt noch schnell was essen und dann ab ins Bett zur Frau.

 

Morgen bekomme ich Besuch, die Frau kommt um mich zu sehen. Ich kann sie bis heute, nicht so richtig verstehen.

Ich arbeite heute durch, das steht auf ihrem Zettel, ich quäle mich aus dem Bett und lese und ich bettel’, denn die Zeit sie rennt mir weg.

 

Sie war heute da, ich fand es seltsam, sie zu sehen tut mir gut. Doch habe ich sie laufen sehen, die Tränen unter ihrem Hut.

Bald ist Wochenende, dann bin ich wieder frei, bis dahin werd’ ich arbeiten, Muße einerlei. Ich darf nicht ruhen, muss was schaffen, darf mich nicht hängen lassen. Blick nach vorn, nicht zurück, irgendwann winkt mir das Glück. Ich bin frei und werde es bleiben.

 

Nun ist der Tag gelaufen, in Gedanken weit gereist. Der Sport tut mir sehr gut, denn in einem gesunden Körper, wohnt ein gesunder Geist. Morgen dreht der Bibliothekar seine nächste Rund, und ich bin hier gefangen und fühl mich kerngesund.

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Ich male dir ein Gipfelkreuz,

auf deine weißen Wände,

so ist es dir ein Blitzableiter,

für alle deine Widerstände.

 

Wird dir die Welt,

dann doch zu klein,

ritze dir dort Namen ein,

von Leuten die dich lieben,

und denen du weh getan,

mach daraus ein  Tagebuch,

Antwort  , auf die Fragen,

die du so vergeblich suchst.

 

Bist du wiedermal zu hoch geflogen,

Ruh dich aus am Kreuz hier oben,

wirf einen Blick in die Wolken,

sie lassen dich von morgen träumen.

 

Kommst du hier rauf,

die Brust  dir bebend,

den Becher zum  Triumph erhebend,

spende dem Besiegten,

deine Kraft und deinen Segen,

so wird es zwei Gewinner geben.

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Heute gibt es nichts Gutes zu berichten, heute lässt sich leider nichts Gutes dichten. Es gibt Geschichten über Liebe, Natur und bunte Leben – doch dieses wollen sie uns nicht geben.

Geld kostets alle zu ernähren, Geld kostet unser Wohlstand.
Geld, das wir ihnen verwehren, Geld bleibt in unsrer Hand.
”Illegale” heißen sie, übers Meer ins Paradies.
Europa will euch nicht, wir sind nicht gütig, wir sind fies.

Nutzen eure zermürbten Hände, für die Kinder keine Ruh.
Wir aalen uns in Reichtum, und der Grund dafür bist du.

Ja – du Ausländer, das ist dein Problem.
Wir wollen dein Elend hier nicht sehn.

Essen was die Mühlen mahlen, konsumieren wie die Wilden.
Machen uns das Leben bunt und reisen in die Welt.
Doch setzen wir uns Masken auf, wir geben heut die Milden.
Haben ein paar Kröten über – retten wir euch, sind wir der Held.

Armut kennen wir nicht, denn alle sind sie Freunde.
Wir sind stolz auf unsre schöne Gemeinde.
Alle Menschen der ganzen EU, sehen euch armen
Würsten zu – wie ihr vor der Mauer hungert.

Verallgemeinern wollen wir nicht, das ist unsre Bürgerpflicht.
Doch alle die nicht den Reichtum mehren, die von unsren Werten zehren, sollen sie sich dort und nicht hier vermehren.

Alle reden von einer Welt – wir nicht. Wir sind die Welt.

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Danke EU, danke für mehr Zäune in Griechenland, mehr Polizei, mehr Kameras, mehr Steuern, mehr gebrochene Versprechen, mehr nicht beachtete Bürgerrechte in allen Ländern, danke für salonfähigen Ausländerhass, danke für etliche Subventionen, danke für keine Alternativen, weil alles alternativlos ist. Danke für Geheimverträge der Demokratie, danke für mehr Bundeswehrbeteiligung, danke für eure Wortgewalt, danke für die katholischen Missbrauchsfälle, danke für Ausländerpauschalisierungen, danke für Zensur, danke für 2010. Danke, dass ihr uns regiert. 2011, los gehts.

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