Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Perspektiven

Ich habe dir mich geschenkt,

und dich dabei verloren,

hab mir alles Glück erlogen,

Grenzen für mich selbst gezogen,

dich ganz in Träume eingewoben,

deren Nähte Narben sind.

 

Doch was das wirklich Schlimmste ist,

was für mich die Welt bedeutete,

war für dich ein kurzer Fick,

gepflanzt wie ein Vergissmeinnicht.

 

Selbst wenn du längst fort gegangen bist,

bleibt dieses kleine Stück zurück,

kaum mehr als ein Augenblick,

der mich daran erinnert,

das etwas Gutes in allem Schlechten ist.

Advertisements

Read Full Post »

Ich trage meine Gedanken,

wie ein rabenschwarzes Kleid,

halte den Kopf dabei ganz aufrecht,

beim Gang über hauchdünnes Eis.

 

Mein Herzschlag wie ein Metronom,

als Allegorie auf das Fortbestehen, straucheln, weitergehen bis zur Stille ganz am Schluss.

 

Wenn ich schweige, würde ich dir gern so vieles sagen,

doch werde weit fort getragen,

weil ein Meer zwischen uns ist,

in dem Hoffnung sich aufbäumt,

und wieder verlischt,

an der Angst, das nichts mehr zwischen uns ist.

Read Full Post »

Leb dein Leben,werde glücklich,
und erinner dich an mich,
nicht an meinen Namen,
nicht an mein Gesicht,
sondern an Geschichten,
von denen du später gerne sprichst.

Was wir kriegen nehmen wir als selbstverständlich,
jedes Gefühl als im Moment unendlich,
doch was davon ist wirklich wichtig unterm Strich,
wenn du darauf zurückblickst.

Behalte mich als schemenhaften Umriss,
eher Schatten denn Gestalt,
als bittersüße Traurigkeit,
die übrig bleibt,
am Ende jeder guten Zeit.

Read Full Post »

Die Sonne scheint golden,
und der Wind spielt mit deinem roten Kleid,
bald ist es an der Zeit lebe Wohl zu sagen,
zu den Vogelschwärmen,
dem letzten himmlischen Geleit.

Hörst du,
wie Herbstlaubrascheln Meeresrauschen,
über kahle Länder treibt,
und mancher Träumer darauf wartet,
das es endlich schneit.

Alles zieht sich in sich selbst zurück,
nur mancher hat das Glück,
das dort jemand wartend sitzt,
zu dir rückt, bis der Sturm vorrüber ist.

Read Full Post »

Er spürt ihre Blicke auf sich,
all die richtenden, mitleidigen,
vielsagenden,  die ihn schon begraben haben,
weil er in seinen letzten Tagen,
gewagt hat noch einmal ja zu sagen,
um nicht als einsamer Mann zu sterben.

Tief drin ist ihm bewusst,
das es am Schluss,
nicht immer Liebe sein muss,
für diesen bittersüß erkauften Kuss.

So umkreist sie ihn wie an Bändern,
fügt sich in die Illusion,
und hofft auf den letzten Platz,
auf des Puppenspielers Thron.

Read Full Post »

Jeden dieser Steine

Manchmal laufen wir gegen  Wände,
und lernen nichts daraus,
suchen zwischen allen Steinen,
den schwersten zum Tragen  aus.

Hechten nach dem Silberstreif,
fern am Horizont,
weil wir in ihm das sehen,
was hinter dem Tunnel kommt.

Jeder Stein wird zum Brotkrumen,
für  den Weg zurück nach Haus,
das  du nicht zu suchen brauchst.

Read Full Post »

Lasst uns frei sein,
ein Heim sein,
für Träume und Phantasie,
Kindlichkeit und Melancholie.

Lasst uns nach dem  Ursprung fragen,
und wie in den frühen Tagen tanzen,
wann wir können,
bis die letzten Sterne am Firmament verglimmen.

Dort im sanften Lichterschein,
wird ein Platz für uns selbst sein,
der nicht einsam ist ,
weil jeder mehr von uns selbst entspricht,
als wir selber glauben wollen.

Dann wollen wir uns gegenseitig finden,
lebenslänglich aneinander binden,
und dem Leben den Sinn zu geben,
den wir eine Jugend lang gesucht haben.

Was er uns verspricht ist ungewiss,
das einzige das  sicher ist,
dass unser Leben endlich,
doch unendlich kostbar ist.

 

Entschuldigt die lange Abstinenz, aber ich musste feststellen, dass man Kreativität nicht erzwingen kann und es lange gebraucht hat wieder etwas zu Papier zu bringen. Anstoß  gab der Text von Julia Engelmann. Mit diesem Gedicht habe ich versucht ein bestimmtes Gefühl in Worte zu fassen. Kommt es euch vertraut vor? Lg Tandi

Read Full Post »

Older Posts »